Nicht zittern, sondern kämpfen. Über ein Herzschlag-Finish.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 12. Mai 2021 (01:33)

Wildwasser-Kanutin Viktoria Wolffhardt muss weiter um Olympia kämpfen. Die Entscheidung ums Ticket nach Japan ist vertagt. Sie fällt erst beim Weltcuprennen in Prag.

Eigentlich war die Tullnerin bereits fix für die Olympischen Spiele qualifiziert. Nach der Verschiebung wurde eine Leistungsbestätigung eingefordert. Eine kontrovers diskutierte Entscheidung! Die Wogen gingen hoch, auch im Lager von Österreichs Wildwasser-Kanuten.

Ein gezielter, stressfreier Formaufbau für das wichtigste Sportereignis der Welt, für den Höhepunkt der ganzen Karriere, ist eigentlich essenziell. Dass die Quali wieder aufgemacht wurde, steht einer guten Vorbereitung im Weg. Egal, ob nun Viki Wolffhardt oder Corinna Kuhnle an den Start gehen wird: Ihr Weg nach Japan hat unnötig viel Kraft gekostet.

Kuhnle hat mit ihrem Europameistertitel eine starke Ansage gemacht und Wolffhardt unter Druck gesetzt. Die Tullnerin darf aber nicht auf ihre Rivalin schauen, sondern nur auf sich. Noch ist alles möglich. Wenn Viktoria Wolffhardt auch in Prag ins Semifinale fährt, hat sie ihren Traum wahr gemacht und ist bei Olympia am Start.