Sich selbst ein Denkmal gesetzt. Über ein historisches Spiel.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 03. Februar 2021 (01:28)

Es gibt Tage, da weiß man auch Jahre später, wo man gewesen ist. Und dies muss nicht immer mit so tragischen Ereignissen wie jenen am 11. September 2001 zusammen hängen, als Terroranschläge die Welt erschütterten.

Es war der 30. August 2003. Großweikersdorf feierte in Ravelsbach einen 11:0-Kantersieg. Schon erstaunlich genug. Es kommt noch besser. Alle elf Tore erzielte derselbe Spieler: Milan Dovedan. Als am selben Abend der Anruf von Gerald Rabl kam, um der NÖN vom historischen Ereignis zu berichten, war klar, dass dies ein Telefonat ist, das man nicht vergessen wird. Mehr als 19 Jahre und ein Engagement bei Red Bull Salzburg später, ist Rabl in Großweikersdorf zurück. Und Dovedan spielt mit bald 55 noch immer …

Milan Dovedan hätte bei höherklassigen Klubs spielen können. Er war ein Inbegriff an Vereinstreue und blieb dort, wo er sich am wohlsten fühlte. Dovedan ist zu danken, dass er die Komfortzone nicht verließ, um es weiter oben zu versuchen. Sonst hätte es die elf Tore, mit denen er sich einen Eintrag in die Geschichtsbücher sicherte, nicht gegeben.