Spitzensport ja, Profis nein. Über Österreichs zweithöchster Handball-Liga.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 18. November 2020 (01:13)

Österreichs zweithöchste Handball-Liga hört auf den Namen „spusu-Challenge“. Profis haben die zehn Bundesligisten aus Niederösterreich, Wien und der Steiermark so gut wie keine. Die meisten Spieler sind Studenten bzw. Amateure, die einem Beruf nachgehen.

Die spusu-Challenge-Klubs hoffen, den Meisterschaftsbetrieb wieder hochzufahren. Ein erstes Training kann aber frühestens nach dem Ende des Lockdowns stattfinden. Der Profisport ist vom seit Dienstag geltenden Maßnahmenkatalog zwar weniger betroffen als befürchtet. Aber Profis sind Österreichs Zweitliga-Handballer in einer überwältigenden Mehrheit nun einmal nicht – selbst wenn sie sich das Mäntelchen „Spitzensport“ umhängen. Tatsächlich wäre es einem Arbeitgeber nur schwer zu erklären, wenn er auf einen Angestellten verzichten muss, weil dieser wegen seines Hobbys in Quarantäne ist, trotzdem weiter Handball spielen, nicht aber arbeiten darf.

An Tagen, in denen Norwegen als Co-Gastgeber der Damen-Handball-Euro abspringt und sich Handball-Stars für die Absage der Männer-WM in Ägypten aussprechen, scheint eine schnelle Wiederaufnahme von Österreichs 2. Liga nicht sehr wahrscheinlich.