Tulln ist für die Liga zu gut. Über den EHC Tulln, der sich nur selbst schlagen kann.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 15. Januar 2020 (01:50)

Tullns Eishockeyspieler werden ihren Landesmeistertitel verteidigen. Zuletzt schoss der EHC die zweite Mannschaft aus Stockerau mit dem unglaublichen Score von 21:0 vom Eis geschossen. Im letzten Drittel fielen gleich 13 (!) Tore – rekordverdächtig. Im Nachtragsspiel hatte Tulln bei Tabellenführer Mödling einen nie gefährdeten Auswärtssieg gefeiert. Womit die Schützlinge von Trainer Patrick Privoznik in der Tabelle weiter nach oben kletterten und nach Verlustpunkten schon jetzt heimlicher Tabellenführer sind.

In dieser Woche wird der Grunddurchgang abgeschlossen. Tulln trifft auf den Letzten und Vorletzten – sportlich wenig wertvoll, die Gegenwehr wird sich in Grenzen halten.

In der vergangenen Saison lief alles auf das programmierte Finale gegen Stockerau hinaus. Der Grunddurchgang und die Play-Off-Spiele hatten nur statistischen Wert. Heuer ist die Meisterschaft noch einseitiger, Tulln konkurrenzlos. Der Vizemeister vom Vorjahr hat sich in Richtung Regionalliga verabschiedet. Sportlich gehörte auch Tulln dorthin, die Spieler sprachen sich aber mehrheitlich gegen einen Wechsel aus.

Der Titelverteidiger wird den fünften Landesmeistertitel in der Vereinsgeschichte einfahren. Tulln kann sich in Wahrheit nur selbst schlagen. Wird es aber nicht. Denn dafür ist die Konkurrenz zu schwach.