Über Graz gestolpert. Über den Trainerwechsel beim UHC Tulln.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 17. Februar 2021 (01:08)

Der Trainer ist das schwächste Glied. Er ist die Sollbruchstelle, wenn es einmal nicht mehr läuft. Zeljko Gasperov ist es nicht mehr. Vor wenigen Tagen wurde Tullns Handball-Trainer abgelöst. Gasperov ist über drei Niederlagen gestolpert. Zwei kassierte Tulln gegen den Nicht-mehr-Letzten Graz, und die letzte viel mit 14:25 nur allzu deutlich aus. So sind die Automatismen im schnelllebigen Sport-Geschäft. Gestern noch gefeiert, heute gefeuert und morgen vielleicht wieder da.

Günter Grafelmann soll es richten. Wieder. Schon in der vorigen Saison hatte er Jörg Sibral beerbt. Zu Ende bringen konnte er die Mission Klassenerhalt wegen der Corona-Krise nicht. Der Deutsche wäre vermutlich auch heute noch immer Trainer, hätte er vor einem Jahr nicht freiwillig Platz gemacht.

Auf seinem Trainer-Sessel klebt Günter Grafelmann trotz all des Feuers, das er versprüht, auch heute nicht. Nur so ist es zu verstehen, wenn er angibt, im neuen Konzept nicht erster Trainer sein zu müssen. Grafelmann könnte dem Verein in einer anderen Funktion erhalten bleiben. Zunächst aber ist das kurzfristige Ziel das wichtigste: der Klassenerhalt.