Unten ist vieles ganz anders. Wolfgang Stritzl über enttäuschte Erwartungen.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 13. September 2017 (03:37)

Was darf man sich von Landesliga-Spielern erwarten, die von Klubs einer Gebietsliga oder 1. Klasse verpflichtet werden? Oder von Ex-Profis, die im Unterhaus ihre Karriere ausklingen lassen? Spieler, die von oben kommen, merken rasch: Das Tempo ist langsamer. Der Nebenmann meist schwächer. Die Laufwege sind anders. Das gewohnte Spiel aufzuziehen, klappt nicht. Kann gar nicht. Oft werden auch Fans enttäuscht, die so viele Hoffnungen in die neuen Stars gesetzt hatten. Auf Solos aus der eigenen Hälfte oder spektakuläre Abschlüsse wartet man meist vergeblich.

Joachim Parapatits und Ingomar Szabo schlitterten mit Muckendorf in die erste Niederlage. Beide stachen zumindest in diesem Spiel nicht heraus, hatten zu wenige Ballkontakte, zu wenige 1:1-Situationen. Den Ball prallen lassen, das Spiel schnell machen – das, was oben gut ist, ist es unten oft nicht.

Oft werden Ex-Profis (freilich nicht Parapatits und Szabo, die an ihren angestammten Positionen spielen) aber auch falsch eingesetzt. Defensivspieler, die in der Bundesliga ihren Mann stehen, werden drei oder vier Ligen unterhalb nicht der Wunderwuzzi-Spielmacher werden. Das gilt in ähnlicher Form auch für David Alaba, der zu den besten Linksverteidigern der Welt gehört, aber nicht zu den besten Mittelfeldspielern.