Weg nach oben nicht verbaut. Über Top-Spieler in der 1. oder 2. Klasse.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 01. Juli 2020 (01:35)

Verdiente Spieler lassen ihre Karrieren gerne im Unterhaus ausklingen. Auch frühere Profis, sogar ehemalige Europameister. Antonin Panenka war der berühmteste Fußballer, der im Bezirk gespielt hat. 28 Jahre ist es her, dass er – dick bandagiert und oft verspätet – für Wiesendorf aufs Feld gelaufen ist.

Jetzt lässt Neuaigen mit der Verpflichtung des erst 31-jährigen ehemaligen Bundesliga-Profis Edin Salkic aufhorchen. Er ist nicht der erste prominente Mann in den Reihen des SVN, der in den 57 Jahren seit seiner Gründung erst ein Mal Meister geworden ist. Goran Djuricin etwa war 2012 Neuaigen- und fünf Jahre später Rapid-Trainer.

Nicht nur Routiniers im Spätherbst ihrer Karrieren wechseln ins Unterhaus, sondern mitunter auch Talente. So etwa Luca Ponner. Der 20-Jährige war Einser-Tormann bei Krems. Der Transfer zu 1.-Klasse-Klub Kirchberg muss einer späteren Rückkehr in die Landesliga nicht entgegen stehen. Feldspieler passen sich dem Niveau der unteren Klasse an. Nicht aber Torhüter, die weiter unten sogar mehr gefordert sind, da in Ermangelung der technischen Fertigkeiten des Gegners die Bälle teuflisch unberechenbar sind. Und das Tormann-Training in Kirchberg ist genauso gut wie oben. Daher hat sich Luca Ponner nichts verbaut. Siehe Sturm-Graz-Keeper Jörg Siebenhandl: 07/08 im Tor von Absdorf, zehn Jahre später im Nationalteam.