Wie Phönix aus der Asche. Über den FC Tulln.

Von Bernhard Faustenhammer. Erstellt am 21. August 2019 (01:05)

Was für ein Comeback des FC Tulln beim Derby gegen den SV Absdorf! Die Tullner - als krasser Underdog gehandelt - besiegten den haushohen Favoriten Absdorf mit 4:2. Und das nach den Turbulenzen im Verein. Nach den Rücktritten von Trainer Fitzbauer und dem sportlichen Leiter Öllerer.

Diese neunzig Minuten sollten richtungsweisend für alle Vereine stehen, die in ähnlichen Schwierigkeiten stecken wie der Bezirkshauptstadt-Klub. Da wurde gefightet, gegrätscht, gekämpft, gebissen und „Gras gefressen“. Selbst die eher wacklige Abwehr richtete sich an der grandiosen Offensive auf. Spielertrainer Andrej Hesek ging mit leuchtendem Beispiel voran - er hatte mit seinem Einsatz maßgeblichen Anteil an dem Sieg. Aber man muss auch Patrick Novak herausstellen, der trotz einer schweren Blessur die volle Distanz durchhielt.

Jetzt liegt es an den Protagonisten, dass diese kämpferische Sonderleistung nicht nur ein Strohfeuer bleibt. Wille, Einsatz und Leidenschaft, die Grundtugenden machen sich im Fußball meist bezahlt. Den Anfang hat der FC bravourös absolviert. Die Fans der Tullner wollen sicher mehr davon sehen - auch in den nächsten Spielen. Und die Spieler sollten verinnerlichen: Im Fußball ist mit Willen vieles möglich ...