Zurück zu den Wurzeln. Über ein Umdenken, dass einsetzen muss.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 27. Mai 2020 (02:23)

Der ÖFB greift den Amateurvereinen mit einem Hilfsfonds unter die Arme. Viele Klubs haben bereits um finanzielle Hilfsmittel angesucht. Denn die Situation ist in Zeiten wie diesen angespannt.

Aufwandsentschädigungen sind zwar auf Null gestellt, laufende Kosten, eventuell auch Kreditraten, aber weiter zu bedienen. Einnahmen durch Heimspiele und Veranstaltungen gibt es keine. Sponsoren-Gelder drohen in Zeiten von Kurzarbeit und Rekord-Arbeitslosigkeit zumindest zu einem Teil auszufallen.

In den letzten Jahren grassierte in Tulln ein Vereinssterben. Noch vor drei Fußball-Saisonen hat es im Bezirk um fünf Kampfmannschaften mehr gegeben. Der Trend wird kaum gestoppt sein. Denn jenen, die es heute noch gibt, setzt die Corona-Krise immens zu.

Es muss ein Umdenken stattfinden. „Aufwandsentschädigungen“, wie sie im Amateurfußball bezahlt werden, sollten tatsächlich nur für den Aufwand entschädigen und kein lukratives Zubrot sein. Jene Vereine, die schon lange auf eine nachhaltige Jugendarbeit gesetzt haben, finanziell auf gesunden Beinen stehen und in ihren Kampfmannschaften ein deutliches Übergewicht an waschechten Eigenbauspielern haben, werden gestärkt aus der Corona-Krise hervor gehen.