Zwei konträre Notbremsungen. Über den SV Würmla und SV Absdorf .

Von Bernhard Faustenhammer. Erstellt am 20. November 2019 (01:08)

Zwei Trainerwechsel nach der Herbstsaison. An und für sich nichts Außergewöhnliches. Doch im Falle des SV Würmla doch einigermaßen überraschend: Trainer Jürgen Novara hatte sein Team an die vierte Stelle in der 2. Landesliga West gebracht. In einer brutal ausgeglichenen Liga (mit gleich sechs potentiellen Titelkandidaten!) an und für sich ein gutes Ergebnis.

Wozu dann der Wechsel? Hier kann man nur vermuten, da sich beide Seiten bedeckt hielten: Würmla fehlte ein echter „Sechser“ a la Arturo Vidal, damit der „Achter“ Thomas Prager mehr Freiräume für das Offensivspiel erhält. Die Balance zwischen Defensive und Offensive funktionierte nicht immer.

Genau das war auch das Kernproblem beim SV Absdorf, mit viel prekäreren Auswirkungen: Absdorf ist Tabellenletzter. Tomislav Batarilo war das schwächste Glied als Trainer und musste gehen. Die Realität: Mit dem Abgang von Bernd Neugebauer hat der SVA seinen „Arturo Vidal“ schon vor der Saison verloren. Die Balance zwischen Defensive und Offensive war nie gegeben. Deswegen wird der SVA hier auch personell ansetzen müssen. Die Aufgabe des nächsten Trainers ist Stabilität in das wacklige Konstrukt zu bringen. Die Gegentorliste des SVA ist ein einziges Horrorszenario, die Abwehr überfordert. Da gilt es anzusetzen!