Zwei Wege, dasselbe Ziel. Über die Erfolge der Tullner Tennis-Jungprofis.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 05. August 2020 (01:32)

Die ÖTV-Challenge-Series ist mit dem Masters zu Ende gegangen. Österreichs hoffnungsvollste Tennis-Jungprofis nahmen daran teil. Und am Ende gewannen zwei Tullner. Lucas Miedler bei den Herren, Anna Größ bei den Damen.

In Abwesenheit von Dominic Thiem, Dennis Novak, Sebastian Ofner und Jurij Rodionov war Lucas Miedler auf eins gesetzt. Und am Ende setzte er sich auch durch. Verdient und souverän. Als klarer Favorit hat man viel zu verlieren. Miedler tat dies beim Masters kein einziges Mal. Favoritensiege sind oft die schwersten. Deshalb ist Miedlers Triumph nur positiv zu bewerten. Vor allem wegen des hochklassigen Tennis, das er phasenweise gezeigt hat.

Miedler ist Österreichs Nummer sechs, Anna Größ als Zehnte unter den Top-Ten. Die 18-Jährige hat einen anderen Weg als Miedler gewählt. Sie geht noch zur Schule und wird 2021 maturieren. Miedler wiederum konzentriert sich seit dem Ende seiner Schulpflicht ausschließlich aufs Tennis.

Der Weg zum Profi ist in der Weltsportart Tennis verdammt steinig. Die Dichte an Spielern enorm. Es gehört neben ganz viel Talent eine große Portion Ehrgeiz, mentale Stärke, Durchhaltevermögen, aber auch Glück dazu. Und vor allem der richtige Trainer, dem zumindest ein Zacken der Krone gehört.