Ticketautomat oder Autofahrt. Martin Gruber-Dorninger über den neuen Tullner Bahnhof.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 08. August 2018 (04:21)

Es war keine leichte Zeit für die Pendler, die Tag für Tag in Tulln an einer Baustelle in ihren Zug einsteigen mussten. Da staubte es, war laut, bei Regen standen zentimeterhoch die Lacken. Doch all diese Schreckenserlebnisse haben bald ein Ende.

Im Oktober erfolgt die offizielle Eröffnung und spätestens dann spielt das neue Schmuckkasterl alle Stückerl. Ein Bäcker soll hineinkommen, für Fahrräder und motorisierte Zweiräder soll es neue Abstellplätze geben und die Wartezeit wird dem Pendler ohnehin durch den prächtigen Anblick des Schiele-Geburtshauses verkürzt.

Erst nachdem der Bahnhof als solcher auch wieder zu erkennen ist, wird einem bewusst, wie dringend der Neubau notwendig war. 8.000 Menschen steigen hier täglich zu, um oder aus. Da ist es wichtig, dass Tulln einen guten Eindruck hinterlässt.

Warum ein zweiter Ticketautomat noch Gegenstand von Verhandlungen ist, versteht da keiner. Denn eine Warteschlange an einem einzigen Automaten kann die Entscheidung darüber fällen, ob man lieber mit dem Zug oder dem Auto fährt.