Wenige Meter schon zu viel. Über die provisorische Radunterführung.

Von Claudia Wagner. Erstellt am 07. August 2019 (03:19)

Sightseeing auf dem Fahrradsattel: Barocke Klöster, Burgen und Ruinen, Auen und Wälder bilden eine Traum-Kulisse am Wasser. Radelt man den Donauradweg entlang, kommt man nicht nur ins Schnaufen, sondern auch ins Staunen. Die Schönheiten der Natur ziehen die Aufmerksamkeit auf sich, das Radfahren selbst tritt in den Hintergrund. Eine kleine Unachtsamkeit reicht, dass es scheppert. Noch dazu, wenn die Stelle am Radweg sowieso gefährlich ist.

Tulln ist seit Juli um solch eine Stelle reicher. Die Unterführung der neuen Asparn-Umfahrung ist unübersichtlich. Gegenverkehr bemerkt man, wenn überhaupt, erst spät. Der Weg ist steil, die Einfahrt fast im rechten Winkel. Noch ist Baustelle, Verschmutzungen bergen Rutschgefahr. Dennoch ist die Unterführung provisorisch freigegeben – mit Risiko, vor allem für Touristen. Kennt man die Stelle nicht, unterschätzt man ihre Gefahr. Auf dem 260 Kilometer-Weg können wenige Meter den Unterschied machen.