Weniger wäre mehr. Wolfgang Stritzl über die Fußballlandschaft im Bezirk.

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 23. Juli 2014 (11:00)
NOEN

Unser Bezirk hat inklusive der Stadt Tulln 21 Gemeinden. Und gleich 24 Fußballvereine. In Judenau und Königsbrunn, der nach Einwohnern zweitkleinsten Gemeinde, wird nicht Fußball gespielt. In der kleinsten (Großriedenthal) aber schon. Dass der USV bei nicht einmal 1000 Einwohnern jahrelang in der Gebietsliga gespielt hat, ist beachtenswert. Auf denselben Einwohner-Schnitt kommen die drei Vereine, die es in der Nachbar-Gemeinde Großweikersdorf gibt.

Die größte Dichte weist der Zentralraum auf. Königstetten ist „umzingelt“ von Tulbing, Zeiselmauer, Muckendorf, Langenlebarn und nicht zuletzt Tulln, aber auch St. Andrä-Wördern. Apropos: Wördern – obwohl nach Tulln die einwohnerstärkste Gemeinde im Tullnerfeld mit nur einem Fußballklub – fristet seit Jahrzehnten in der 2. Klasse Donau ein Schattendasein.

Hat der Bezirk mehr Fußballvereine, als er verträgt? Wenn man an die Probleme einiger Vereine denkt, dann ja. Wenn man über den Tellerrand blickt und den landesweiten Vergleich anstellt, dann nein. Denn nicht viele Bezirke können von sich behaupten, dass fast jeder zweite Klub zumindest in der Gebietsliga spielt.

Aber ein Blick in die 2. Klasse zeigt, dass auch dort einiges schief läuft. Nämlich dann, wenn man bei einem Abstieg zehn neue Spieler holen muss. Oder wenn man die Eigenbauspielerregel nicht erfüllen kann.