Wiesendorf vor den Vorhang. w.stritzl@noen.at

Von Wolfgang Stritzl. Erstellt am 11. Juni 2014 (23:59)

Wir kennen sie alle, die kuriosen Ergebnisse, welche die letzte Runde oft zu bieten hat. Da kann es (wie in Rust) schon einmal passieren, dass der Letzte den bereits als Meister feststehenden Ersten schlägt.

Oft gewinnt die Mannschaft, die noch dringend Punkte braucht – vor allem dann, wenn es für den Gegner um nichts mehr geht. Mit unlauterem Wettbewerb, mit „Schiebung“, mag dies (meist) gar nichts zu tun haben. Sondern eher damit, dass der eine ums Überleben läuft, während beim anderen einfach die Luft draußen und man schon in Urlaubs-Stimmung ist.

Es gibt aber auch Ausnahmen. Würmla beispielsweise stürzte erst den einen, dann den anderen Titelanwärter von der Tabellenspitze und entschied damit die Meisterschaft. Vorbildlich aber auch der SV Wiesendorf, der ebenso zum Riesentöter avanciert ist. Der im Verlauf der Saison unter Wert geschlagene Mittelständler kämpfte gegen den großen Meisterschaftsfavoriten Leitzersdorf so, als ob es um viel mehr gegangen wäre als den sechsten Tabellenplatz.

„Wir spielen nicht für Leitzersdorf und nicht für Neuaigen. Sondern nur für uns und unsere Fans“, stellte sportlicher Leiter Michael Stadler klar. Eine sportlich großartige Einstellung, die sich so manch anderer Verein zum Vorbild nehmen könnte!