20-Jähriger schmiss Steine von Fußgängerbrücke. Ein 20-Jähriger schmiss über Wochen Steine von Fußgängerbrücke auf fahrende Autos. Einer erwischte das Auto von Stadträtin Susanne Stöhr-Eißert.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 18. September 2019 (04:34)
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Der Stein bohrte ein zehn Zentimeter großes Loch in die Windschutzscheibe von Susanne Stöhr-Eißerts (kleines Foto) Auto. Fotos: privat

Susanne Stöhr-Eißert hatte großes Glück. Die Tullnerin war nach dem Fußballmatch ihres Sohnes vom Sportplatz des 1. FC Union Stein auf dem Weg zum Spiel ihres anderen Sohnes nach Krems, als es plötzlich einen lauten Knall gab und die Windschutzscheibe ihres Autos barst.

Stöhr-Eißert und ihr Schwiegervater am Beifahrersitz wurden von Glassplittern getroffen. „Gott sei Dank habe ich mein Fahrzeug nicht verrissen. Das hätte wirklich schlimm enden können“, war die Tullner ÖVP-Stadträtin nach dem Vorfall geschockt.

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Der Stein bohrte ein zehn Zentimeter großes Loch in die Windschutzscheibe von Susanne Stöhr-Eißerts (kleines Foto) Auto.

Wie sich herausstellte, war ein Stein von der Fußgängerbrücke über der B 3 auf ihr Auto geworfen worden. Dem rund 10 Zentimeter großen Loch in der Windschutzscheibe nach zu urteilen, ein Pflasterstein, glaubt Stöhr-Eißert, die keinen Täter ausmachen konnte. „Ich habe mehrere Personen auf der Brücke wahrgenommen, aber man rechnet ja wirklich nicht damit, dass jemand etwas runterwirft.“

Wie sich nun herausstellte, war Stöhr-Eißert nicht das einzige Opfer des mutmaßlichen Steinwerfers. Die Autobahnpolizei Krems konnte vor wenigen Tagen einen Tatverdächtigen ausfindig machen. Es handelt sich um einen 20-jährigen Stratzdorfer, der über einen längeren Zeitraum mehrere Male große Steine auf fahrende Autos geworfen haben soll.

Auf die Schliche gekommen ist die Polizei dem jungen Mann durch Zufall. Eine Frau erzählte einem pensionierten Polizeibeamten während des Wachauer Volksfests, sie habe den Steinewerfer beobachtet. Der couragierte Pensionist ging der Sache nach, ertappte den 20-Jährigen auf frischer Tat und informierte seine früheren Kollegen.