Neues Leben im alten Kino in St. Andrä-Wördern

Alfred Kögl hat sich zum Ziel gemacht, das alte Kino in ein Kulturzentrum zu verwandeln. Eröffnung im Frühjahr?

Erstellt am 24. November 2021 | 05:39

Das alte Kino an der Hauptstraße steht schon lange leer – seit bald 40 Jahren. Das will Alfred Kögl, Ortsvorsteher von Greifenstein und ehemaliger Gemeinderat, nun aber ändern. Er möchte ein Kulturzentrum daraus machen, aber den Charme des Kinos erhalten.

„Es soll alles sein“, meint Kögl. Das Gebäude soll in Zukunft Kulturveranstaltungen aller Art beherbergen: von Konzerten, über Kabaretts und Theatervorstellungen bis hin zu Filmvorführungen. Deswegen wird es auch weiterhin die rund drei mal sieben Meter große Leinwand und die originalen Projektoren im Kinosaal geben. Diese werden derzeit – wie auch der Rest des Kinos – restauriert.

Corona ließ Bambi leider wieder sterben

Ursprünglich wollte Kögl das Kino bereits im Dezember öffnen, um eine jahrzehntelange Tradition fortzuführen: Seit der Eröffnung 1941 wurde der animierte Disney-Film „Bambi“ jährlich im letzten Monat des Jahres gezeigt. Allerdings haben ihm die hohen Covid-Zahlen und die damit einhergehenden Maßnahmen einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Aber: „Ich bin ganz sicher, dass ich von meiner Seite aus schon 2022 im Frühjahr etwas machen könnte.“ Er hofft, dass dann auch die künftigen Corona-Beschränkungen den Betrieb zulassen werden.

Das Kino öffnete erstmals 1941 und war bis 1983 in Betrieb. Seitdem ist es laut Kögl wie eine Zeitkapsel verblieben – auch die alten Filmplakate hängen noch. Es gibt insgesamt 404 Sitzplätze, der Ortsvorsteher peilt zumindest anfangs rund 200 bis 250 verfügbare Plätze an, da es die Pandemie „noch länger geben wird“. Er möchte mit dem Kulturzentrum einen neuen Veranstaltungsort schaffen, da die Musikschule meist restlos ausgebucht und der Mainstreetsaal für größere Events eher ungeeignet sei.

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