Corona-Krise-Projekt in Tulln: Einzeln gemeinsam. Kunstwerkstatt Tulln: Zwölf Personen arbeiten einzeln an dem Corona-Krise-Projekt. Am Ende entsteht ein gemeinsames Werk.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 06. Februar 2021 (03:05)
Peter Höckner bringt seine Gedanken und Eindrücke farbenfroh auf die Leinwand in der Kunstwerkstatt.
Urbanitsch

Irgendwie fühlen sich die Mitgestalter dieses außergewöhnlichen Projekts trotz einsamen Malens gut aufgehoben und in bester, aber noch virtuellen Gesellschaft in der Kunstwerkstatt.

In der von Kunsterzieher Norbert Kienbeck initiierten Live-Performance bringen zwölf Personen ihre Gedanken und Emotionen mit Pinsel und Farbe auf Leinwand.

Dabei befinden sich die Mitwirkenden corona-bedingt jeweils alleine in der Kunstwerkstatt. „Einzeln entsteht ein gemeinsames Projekt“, freut sich Norbert Kienbeck.

Die Leinwand ist übrigens eine ehemalige Deckendekoration aus dem „Winzig Extra Large“, war ein Teil des Bakabu-Zeltes und eine Himalaja-Landschaft in einem Theaterstück, das in der Kunstwerkstatt aufgeführt wurde.

Die geschichtsträchtige und in ihrer Form außergewöhnliche Leinwand wurde von Kindern bemalt und wieder übermalt, „sie hat Geschichte“, so der Kunsterzieher.

Nach Fertigstellung des Kunstwerkes gehört das Bild den zwölf Personen, „die dann entscheiden, was damit passiert“, so Kienbeck, der schon an seinem nächsten Projekt arbeitet.

Es wird eine online-Galerie in der Kunstwerkstatt, rund um das Thema „Frauen.“ — siehe nebenstehenden Artikel.