Fliegerhorst wird an ÖBB-Netz angebunden. Der Fliegerhorst Brumowski in Langenlebarn in der Stadtgemeinde Tulln wird an das Bahnnetz der ÖBB angebunden.

Von APA / NÖN.at. Erstellt am 12. Mai 2021 (14:15)
Verteidigungsministerin Klaudia Tanner,  ÖBB-Geschäftsbereichsleiter Christian Nagl sowie Landesrat Ludwig Schleritzko und NÖ Militärkommandant Martin Jawurek beim Spatenstich zur Generalsanierung der Anschlussbahn-Gleisanlage am Fliegerhorst Brumowski.  
 
 
Bundesheer/Gunter Pusch

Am Mittwoch ist laut einer Aussendung des Bundesheeres der Startschuss für die Generalsanierung der Anschlussbahn gefallen. 3,7 Millionen Euro werden in die Infrastruktur investiert. Truppentransporte sollen in Zukunft kostengünstiger direkt von der Kaserne starten können.

Die mehr als 80 Jahre alte Gleisanlage, die vom Bahnhof Tulln bis zur Liegenschaft des Bundesheeres führt, wird komplett saniert. Der Baubeginn gilt aber laut dem Militärkommando Niederösterreich auch als Startschuss für die geplanten Investitionen in den Fliegerhorst als künftig autarke Kaserne. Die Fertigstellung soll im Herbst 2022 erfolgen.

Mit der Anbindung des Fliegerhorstes an das Bahnnetz der ÖBB werde in eine künftig nachhaltige und emissionsfreie Transportmöglichkeit für das Bundesheer investiert, sagte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP). Eine effiziente Erfüllung der Aufgaben in den Bereichen Sicherheit und Versorgung erfordere auch eine adäquate, moderne Infrastruktur, ergänzte ÖBB-Geschäftsbereichsleiter Christian Nagl. Niederösterreichs Mobilitätslandesrat Ludwig Schleritzko (ÖVP) bezeichnete das Bundesheer im Zusammenhang mit der Anbindung an die Schiene als "Vorbild für viele Betriebe".

In Zukunft sollen nicht nur Truppentransporte kostengünstiger direkt vom Fliegerhorst Brumowski starten. Die Anlieferung von Treibstoff für Luftfahrzeuge werde ebenfalls gewährleistet, aber auch Biomasse vom Truppenübungsplatz Allentsteig für das geplante Heizwerk könne CO2-neutral nach Langenlebarn transportiert werden, führte das Militärkommando aus.