Kommandant Günter Schiefert geht in Rente. Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule hat ab sofort neuen Chef. Weggefährten loben des Brigadiers Leistungen.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 01. Dezember 2017 (05:39)
NOEN, Gruber-Dorninger
Kapellmeister Adolf Obendrauf von der NÖ Militärmusik überreichte Günter Schiefert zum Abschluss eine Partitur einer eigens für ihn komponierten Fliegerfanfare.

14 Jahre lang war Günter Schiefert in Langenlebarn stationiert, zehn Jahre davon als Kommandant. Nun gab er das Kommando im Rahmen einer Feier in der Landesfeuerwehrschule ab, stolz darauf was er erreicht hat und mit einer großen Priese Vorfreude auf die Pension.

Lachendes und auch weinendes Auge

Dennoch blickt er in seiner Rede bei der Kommandorückgabe etwas wehmütig zurück: „Die Zeit ist sehr schnell vergangen. Ich habe an einem schönen Julitag das Kommando übernommen, und gebe dieses, vielleicht bezeichnend, an einem grauen kalten Novembertag wieder ab.“

Die Festredner Karl Gruber, Kommandant der Luftstreitkräfte und Nationalratsabgeordneter Johann Höfinger hoben die Bedeutung Schieferts hervor. „Wir haben so ziemlich alles erlebt in den letzten Jahren“, sagte Gruber. Höfinger lobte Schieferts Einsatz für den Standort Langenlebarn und das Fachwissen: „Du hast in hektischen Zeiten immer Ruhe bewahrt.“

„Ich hätte ja noch nicht gehen müssen. Ich hatte nur das Gefühl, dass es derzeit einfach der beste Zeitpunkt ist“, sagt Schiefert

In der Pension will Schiefert sich nun ein wenig mehr seinen Hobbys widmen. „Ich werde bestimmt mehr Sport machen und auch lesen“, sagt er. Obendrein plant er mehr zu reisen. „Das haben wir immer schon gerne gemacht, vor allem nach Italien. Vielleicht mache ich auch einen Sprachkurs“, verrät er. Sogar ein Studium der Geschichte ist für ihn nicht ausgeschlossen.

Seine tiefen Spuren hat Schiefert jedenfalls hinterlassen, ehe das Kommando, zumindest interimistisch, an seinen bisherigen Stellvertreter des Fliegerhorsts Brumowski, Reinhard Kraft, geht.