Fischereiverein: Obmann feiert ein Comeback. Richard Kölldorfer, der bereits zehn Jahre Obmann war, übernimmt vorübergehend Steuer von Josef Sieberer, der aus privaten und beruflichen Gründen zurücktrat.

Von Alois Steinhauser. Erstellt am 18. März 2020 (04:41)
Dieses Foto entstand vor der Coronakrise: Kassier Hannes Raich, der scheidende Obmann Josef Sieberer, der neue Obmann Richard Kölldorfer, Vizebürgermeister Gerhard Figl und Obmannstellvertreter Erwin Zimmer nach der Versammlung.
Steinhauser

Im Heurigenlokal Holzer hielt der Fischereiverein seine Jahreshauptversammlung ab. Dabei gab Obmann Josef Sieberer überraschend bekannt, der er seine Funktion nach nur einem Jahr aus privaten und beruflichen Gründen zurücklegt.

Sein bisheriger Stellvertreter Richard Kölldorfer, der zuvor schon zwischen 2009 und 2019 Obmann gewesen war, erklärte sich bereit, vorübergehend für ein Jahr erneut die Funktion zu übernehmen. Stellvertreter ist nun Erwin Zimmer (zusätzlich zu seiner Schriftführer-Funktion). Beide wurden von den Vereinsmitgliedern einstimmig bestätigt, nun wartet Arbeit.

Für Ende März wurde eine Flurreinigung für alle Fischer angesetzt, ab Anfang April sollen wieder die Hüttenabende im Vereinshaus für alle Mitglieder stattfinden. Am 23. Mai soll ein Hegefischen für Vereinsmitglieder im Revier Große Tulln veranstaltet werden. Genau dort werden noch im März zweimal 200 Kilogramm Forellen als Besatz ausgesetzt.

Neue Hoffnung gibt es für die Aufforstung einiger Bäume auf der Uferböschung (zwischen 2017 und 2018 musste geschlägert werden) der Großen Tulln.

Ein Vereinsmitglied wies auf die Möglichkeit hin, beim Unternehmen Verbund Energie (zuständig für die Große Tulln samt Böschung) Ansuchen auf Bepflanzung zu stellen: Die starke Erwärmung des Wassers (fehlender Schatten) soll sich negativ auf das Ökosystem auswirken (Schlammentwicklung, Fischsterben). Fischereimitglied Marjan Petrovic ergänzte, dass es in Oberösterreich ein Vorbild-Projekt gebe, wo an einigen Flüssen aufgrund dessen wieder Bäume angepflanzt werden durften.