Mit Flug gegen Frost. / Spätfrost blieb glücklicherweise heuer aus, aber ein Helicopter stand zum „Warmluftwirbeln“ zwei Wochen bereit.

Von Günter Rapp. Erstellt am 08. Juni 2014 (00:01)
NOEN

FELS / Dem gefürchteten Frost zu den „Eisheiligen“ wollten einige renommierte Felser Winzer diesmal vorbeugen. Dabei kam ein Hubschrauber Agusta Bell 206 B3 zum Einsatz.

„Es geht dabei darum, die wärmere Luft aus rund 15 m Höhe mittels Rotorblätter zu Boden zu drücken und die drohende Frostgefahr zu bekämpfen“, erläutert Horst Kolkmann, der sich auf Testversuche mit Hubschraubern in der Pfalz stützt. Er organisierte den Hubschraubereinsatz.

Rund zwei Wochen war der Helicopter des Unternehmers Markus Neubauer aus Allhaming (OÖ) in Fels stationiert. Im Bedarfsfall hätten bis 110 Hektar Weingartenfläche pro Stunde frostfrei gemacht werden können. Glücklicherweise gab es heuer keinen Spätfrost.

Um in geringer Höhe fliegen zu dürfen, musste bei der Austro Control, der österreichischen Gesellschaft für Zivilluftfahrt, ein Ansuchen eingebracht werden. Auch die geringe Fluggeschwindigkeit von rund 37 km/h musste gesondert genehmigt werden.

Im Beisein mehrerer Winzer wurden der Hubschrauber und sein Pilot Johann Engleder verabschiedet. Zuvor drehte Pilot Engleder mit Horst Kolkmann und Geschäftsführer Klaus Klein vom Weingut Schloss Fels einige Runden über den Weinrieden.