„Boote in Triest“: Das Wunderkind Egon im Museum. Das Schiele-Museum nimmt dieses Jahr drei für den großen Künstler entscheidende Lebensjahre näher unter die Lupe und präsentiert „Boote in Triest“.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 10. Juli 2020 (05:42)
Hoffen auf viele Besucher: Andrea Handel, Lydia Truksits und Florian Müller.
Firmkranz

Das Schiele Museum, das – coronabedingt – etwas verspätet seinen Betrieb wieder aufgenommen hat, präsentiert heuer mit „Boote in Triest“, eines von Schieles bekanntesten Werken. Es ist der diesjährige „Star“ der sogenannten Schatzkammer des Hauses.

Mit 13 Originalbildern, vier weiteren Objekten sowie Zeichengeräten des Künstlers steht diese heuer unter dem Motto „Egon Schiele. Das Werden eines Genies“.

Audiovisuelles mit Stimmen von Schwestern & Schwägerin

Das Kulturvermittlungsangebot wurde für diese Saison ausgebaut. Der Herbst lockt mit einem Gastspiel des Landestheaters Niederösterreich, der ORF Langen Nacht der Museen und einem Expertengespräch mit Belvedere-Kurator Franz Smola.

„Anlässlich seines 130. Geburtstags erzählen wir mit beeindruckenden Porträt- und Landschaftsstudien diese drei entscheidenden Jahre seines Lebens: Vom ‚Wunderkind‘ der Familie Schiele über die akademische Ausbildung bis hin zur Emanzipation und zum Bruch mit derselben“, erklärt Kurator Christian Bauer.

Weiters beleuchten sechs audiovisuelle Stationen mit den Originalstimmen seiner Schwestern Melanie und Gerti Schiele sowie seiner Schwägerin Adele Harms mit Tulln, Klosterneuburg, Neulengbach, Krems, Wien und Mühling wichtige Lebensorte Schieles.

Jeden zweiten und vierten Sonntag im Monat kann man um 13 Uhr bei einem geführten Rundgang „Egon Schiele privat“ kennenlernen, von 14 bis 17 Uhr findet ein offenes Atelier für Kreative jeden Alters mit wechselnden Themen statt.

Wegen des späten Saisonstarts bleibt das Museum bis 29. November 2020 geöffnet, Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr.