NS-Vergleich für Frisur im Gemeinderat. Heidrun Sdorra ließ kein gutes Haar an Gemeinderatskollegen Alexander Homola. Entschuldigung folgte in der Sitzung.

Von Monika Gutscher. Erstellt am 15. Juli 2019 (03:16)
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Symbolbild

Gemeinderat Alexander Homola (WMW-Wahlgemeinschaft Muckendorf-Wipfing) berichtete von einem „Eklat“, der sich am 26. Mai zugetragen hat: Gemeinderätin Heidrun Sdorra (Grüne) soll zu ihm gesagt haben, dass er aufgrund seiner kurzen Haare wie jemand vom NS-Regime ausschaue, ihre Mutter würde sich vor ihm fürchten.

Aus diesem Grund forderte Alexander Homola Heidrun Sdorra auf, sich für Vergleiche von modernen Kurzhaarschnitten welche Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene tragen mit dem NS-Regime, zu entschuldigen, „denn eines ist klar: Für Ausgrenzung und Hetze, egal von wem, darf kein Platz in unserer Wohlfühlgemeinde sein.“ Sdorra weist diesen Vergleich mit dem NS-Regime von sich und entschuldigt sich.

Johanna Nagls Bitte, Plakate für das Tierschutzvolksbegehren öffentlich auszuhängen, kam die Gemeinde gerne nach.

Weitere Ausgaben trotz der Schulden

Weiters gab es Diskussionen bezüglich der Erweiterung der Sport- und Freizeitanlage. Hier soll ein Planungs- und Baustellenkoordinator bestellt werden. Brigitte Adler (SPÖ) kritisierte: „Brauchen wir wirklich eine Bühne und einen Jugendraum um 550.000 Euro?“

Gerhard Westermayer (WMW) und Alexander Homola konterten: „Wir bauen für die Zukunft unserer Kinder.“ Bürgermeister und Sportvereinspräsident Hermann Grüssinger: „Das Projekt wird nicht mit Darlehen finanziert. Wenn es fertig ist, ist es ausfinanziert.“ Heidrun Sdorra meinte, mit dem Projekt geschehe nur etwas für die Männer und bezeichnete die Kosten als überzogen.

Sozialbetreuerin und Gemeinderätin Barbara Vacha (MVM) freute sich über den geplanten Jugendraum: „Hier zu investieren lohnt sich allemal.“ Leopold Geiger sagte zum Thema, Kinder wollten etwas machen, dies „sehe man am Ferienprogramm.“