Smartes Recycling in den Bezirken Tulln und Horn

Gemeindeverbände Tulln und Horn leisten einen wichtigen Beitrag zu den Klimazielen.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 04:55
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Franz Göd (Gemeindeverband Horn), Haymo Schöner (Austria Glas Recycling), Alfred Riedl (Österreichischer Gemeindebund), Hans Roth (Saubermacher), Andreas Bierwirth (Magenta Telekom) und Ralf Mittermayr (Saubermacher) sehen großes Potenzial in den Pilotprojekten in Horn und Tulln.
Foto: Saubermacher AG/Günther Peroutka

Die Gemeindeverbände Horn und Tulln setzen auf innovative Technologien in der Altglas- und Hausmüllentsorgung. Mittels Hightech-Systemen wie Spezialsensoren, intelligenten Plattformen, Künstlicher Intelligenz und Funktechnologie von Entsorgungsprofi Saubermacher, Digitalisierungsanbieter Magenta Telekom und dem heimischen Start-up SLOC wurden wesentliche Verbesserungen und Erkenntnisse bei der Mülltrennung und Glasentsorgung erzielt.

Aktiver Partner beim Einsatz der größten Glassammelplattform weltweit ist auch die Austria Glas Recycling GmbH (AGR). Sämtliche Technologien kommen aus Österreich.

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Rückmeldungen aufs Handy sollen Besserung bewirken

„Der beste Abfall ist jener, der gar nicht anfällt - und fällt er doch an, so gilt es ihn bestmöglich zu verwerten!“, meint Landeshauptmann-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

Neben verschiedenen Projekten soll auch Künstliche Intelligenz für Bewusstseinsbildung sorgen. Durch Rückmeldungen direkt auf das Smartphone sollen Mülltrennung und Recyclingquote verbessert werden. Ein sog. Wertstoffscanner im Sammelfahrzeug erkennt mit unterschiedlichen Sensoren/ Kameras und einem neuronalen Netzwerk, ob im Restmüll Fehlwürfe wie z.B. Plastikverpackungen sind.

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Im Wesentlichen landen unterschiedliche Wertstoffe wie etwa Altpapier und Biomüll in der falschen Tonne. Doch einmal in der schwarzen Tonne entsorgt, sind sie für das Recycling und folglich für die Senkung klimaschädlicher Gase für immer verloren. Würde man die gesamten Fehlwürfe im Restmüll österreichweit reduzieren, so könnte man rund 350.000 Tonnen CO₂ pro Jahr einsparen.

„Mit den Pilotprojekten in Horn und Tulln zeigen wir erfolgreich vor, wie man Abfallwirtschaft digital und effizient gestalten kann“, so Gemeindebundpräsident Alfred Riedl.

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