Agrana mit mehr Umsatz und weniger Gewinn

Der börsennotierte Frucht-, Stärke- und Zuckerkonzern Agrana hat nach den ersten drei Quartalen des Geschäftsjahres 2021/22 mit 44,8 Mio. Euro um 9 Mio. weniger Gewinn gemacht als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Erstellt am 13. Januar 2022 | 07:54
Lesezeit: 2 Min
Agrana Symbolbild
Die Agrana-Zuckerfabrik in Tulln
Foto: Agrana

Das Ergebnis der Betriebstätigkeit (EBIT) sank von 84,3 auf nun 76 Mio. Euro. Die Umsatzerlöse stiegen von 1,97 Mrd. Euro auf knapp 2,17 Mrd. Euro deutlich an, teilte das Unternehmen Donnerstagfrüh mit. Das Gesamtjahr will man stärker als das vorige abschließen.

"Wir haben seit Beginn des Geschäftsjahres nach einer schwächeren ersten Jahreshälfte für das zweite Halbjahr ein besseres Ergebnis als im Vorjahr prognostiziert", erläuterte Agrana-CEO Markus Mühleisen. Diesen Ausblick habe man insofern bestätigt. Denn das EBIT im dritten Quartal stieg im Vergleich zur Vorjahresperiode um 2,7 Mio. auf 31,2 Mio. Euro an.

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"Nach dieser erfreulichen Geschäftsentwicklung im dritten Quartal erwarten wir auch im vierten Quartal im Jahresvergleich eine sehr deutliche EBIT-Verbesserung", so Mühleisen. Daher gehe man davon aus, dass das EBIT im Gesamtjahr um mindestens zehn Prozent über jenem des vorigen Geschäftsjahres liegen werde.

"Der Weg dorthin ist in den letzten Monaten mit sehr stark gestiegenen Rohstoff- und Energiepreisen aber wesentlich schwieriger geworden", betonte der Unternehmenschef, der im laufenden Geschäftsjahr sein Amt antrat. Beim Konzernumsatz wird von einem moderaten Anstieg ausgegangen. Investiert werden im laufenden Geschäftsjahr 92 Mio. Euro.

Der Umsatz im Segment Frucht wuchs in den ersten drei Quartalen mit 939,1 Mio. Euro moderat um 5,3 Prozent. Im Geschäftsbereich Fruchtzubereitungen stiegen die Umsätze vor allem aufgrund höherer Verkaufspreise.

Bei Fruchtsaftkonzentraten gingen die Umsatzerlöse mengenbedingt leicht zurück. Das EBIT erreichte nach neun Monaten 36,2 Mio. Euro und lag damit um 12,3 Prozent unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Grund für die Verschlechterung lag vor allem im schwächeren Verkauf von Fruchtsaftkonzentraten aus der Ernte 2020.

Der Umsatz im Segment Stärke lag in den ersten drei Quartalen 2021/22 mit 737,8 Mio. Euro deutlich (+18,8 Prozent) über dem Vorjahreswert. Es wurden höhere Haupt- und Nebenproduktmengen nachgefragt als in der Vergleichsperiode des Vorjahres.

Das EBIT ist nach neun Monaten mit 53,5 Mio. Euro um 8,5 Prozent unter den Vorjahreswert gesunken. Die Hauptursache dafür waren im Vergleich zum Vorjahr deutlich gestiegene Einkaufspreise für Rohstoffe (Weizen, Mais) und Energie, die noch nicht in vollem Ausmaß über angepasste Produktpreise ausgeglichen werden konnten.

Der Umsatz im Segment Zucker erhöhte sich in den ersten drei Quartalen mit 492,7 Mio. Euro um 8,8 Prozent. Neben erneut hohen Absätzen im Retail-Bereich, gab es auch eine Erholung in der Industriesparte, in der mehr Zucker als in der Vorjahresperiode verkauft wurde.

Das EBIT in den ersten drei Quartalen 2021/22 fiel mit minus 13,7 Mio. Euro zwar besser als im Vorjahr aus, blieb aber tiefrot. Hier wirkte noch die unterdurchschnittliche Eigenproduktion nach der schädlingsbedingt geringen Ernte 2020 und die daraus resultierende geringere Marge aus notwendigem Handels- und Raffinationszucker nach.