Photovoltaik-Anlage statt Getreidefelder: Landwirt leistet Widerstand

Erstellt am 21. Mai 2022 | 06:05
Lesezeit: 2 Min
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Hubert Blauensteiner bei den landwirtschaftlichen Flächen, wo künftig Photovoltaikanlagen stehen werden.
Foto: Rapp
Einsamer Kampf eines Landwirts aus Ottenthal (Katastrale von Großriedenthal im Bezirk Tulln) gegen Paneele im Grünland.
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Der Großriedenthaler Gemeinderat hat einstimmig grünes Licht für eine Umwidmung von gemeindeeigenen landwirtschaftlichen Flächen in „Grünland Photovoltaik“ gegeben. Darüber hat die NÖN ausführlich berichtet.

Dessen ungeachtet regt sich aber weiterhin Widerstand gegen dieses Vorhaben. „Bevor landwirtschaftliche Flächen mit Photovoltaikanlagen zugepflastert werden, sollten etwa Dächer von gemeindeeigenen Objekten genutzt werden“, empört sich Hubert Blauensteiner.

Der Ottenthaler Landwirt und Heurigenschenker hätte sich vom Gemeinderat eher einen Grundsatzbeschluss gegen Photovoltaik im Grünland erwartet.

In der Riede „Holz“ sollen auf zehn Hektar Ackerland vier Hektar Photovoltaikpaneele installiert werden. Blauensteiner: „Eine Bewirtschaftung ist dort nicht mehr möglich. Ich habe einen Teil dieser Fläche in Pacht, der Ertrag dort ist gut.“

Nach Ansicht des Landwirts wird die PV-Anlage die Biodiversität behindern, die notwendigen Zäune das Wild stören. „Außerdem muss von der PV-Anlage bis nach Ottenthal eine vier Kilometer lange Anschlussleitung verlegt werden“, sagt Blauensteiner.

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