Absdorf setzt auf INA. Einfach umsetzbare Lösungen für Nachhaltigkeit im Alltag sind das Ziel einer neuen Initiative, zurzeit werden aber Corona-Risikopersonen unterstützt.

Von Christa Wallak. Erstellt am 12. März 2020 (04:04)
Die Gründungsmitglieder der Initiative Nachhaltiges Absdorf mit den Obfrauen Irene Weis und Gertraud Moser.
INA

Erst Ende Februar gründeten einige Absdorfer die Initiative Nachhaltiges Absdorf (INA). Unter dem Motto „Informieren - Netzwerken - Anpacken“ möchten sie eine Plattform für Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Regionalität bieten.

Die Idee dazu kam von einer Gruppe Freiwilliger, die beim Absdorfer Adventdorf im vergangenen Dezember die von der Gemeinde gekauften Punschhäferl gewaschen und damit einen Abfallberg von etwa 2.500 Einweg-Styroporbechern vermieden hatte.

Mit welchen Projekten beschäftigt sich INA konkret?

  • Über die WhatsApp Gruppe „Suche, verborge, schenke“ werden Gegenstände und andere Nützlichkeiten verliehen, getauscht und verschenkt.
  • Eine Auflistung aller Direktvermarkter und Einkaufsmöglichkeiten in Absdorf wird erstellt.
  • Leila, ein Leihladen zum Ausborgen statt Kaufen, zum Beispiel Geschirrverleih für private Feiern, entsteht.
  • Know-How zu saisonalem und regionalem Kochen wird ausgetauscht.
  • Die Absdorfer Umgebung wird mit dem Rad erkundet, ohne Hauptverkehrsstraßen zu benutzen.
  • Regelmäßige Stammtischtreffen zu Themen wie Putzmittel ersetzten, verpackungsfrei einkaufen, Carsharing, Fahrgemeinschaften und vielem mehr werden abgehalten.

„Wir nutzen dabei auch Synergieeffekte aus der Zusammenarbeit mit Vereinen, regionalen Betrieben oder der Gemeinde“, verweist die Obfrau Irene Weis auf die bereits gute Kooperation mit der Gesunden Gemeinde, dem e5-Team und anderen Vereinen.

Dass „Anpacken“ keine Worthülse dieser Initiative ist, zeigt sich in der aktuellen Situation. INA übernimmt zusammen mit Gottfried Knell von Nah und Frisch das Einkaufen für Corona-Risikopersonen (siehe Info-Box).