Polnische Autodiebe: Fürs Schmiere stehen verurteilt

Erstellt am 20. Juni 2022 | 17:23
Lesezeit: 2 Min
Sieben Terrorverdächtige müssen sich vor Gericht verantworten
Symbolbild
Foto: APA (Archiv)
Der Späher einer kriminellen Organisation, die es auf hochpreisige PKW abgesehen hat, wurde nach zwei Verhandlungsfortsetzungen verurteilt. Nun darf er endlich zurück zu seiner Familie.
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Vor mehr als einem Monat stand der 30-jährige Pole zum ersten Mal vor Gericht. Eigentlich hätten vier seiner Komplizen neben ihm stehen müssen. Jedoch wurden die anderen noch vor der Verhandlung aus der Untersuchungshaft entlassen. Übrig blieb lediglich der Angeklagte, der rein durch eine Späher-Funktion an dem Verbrechen beteiligt war.

Das erste Mal wurde der Prozess verschoben, da vier der fünf Angeklagten fehlten. Allerdings konnten sie nicht ausfindig gemacht werden. Beim zweiten Mal stellte der 30-Jährige gleich mehrere Anträge, unter anderem auf ein psychologisches Gutachten.

Nach acht Monaten wieder frei

Zum dritten Termin wurden nun alle Anträge abgelehnt und der Angeklagte wurde letztendlich verurteilt. Fürs Schmiere stehen wurde er zu 18 Monaten Haft verurteilt. Zwölf Monate davon wurden bedingt nachgesehen. Die restlichen sechs Monate hatte der Pole allerdings schon längst in Untersuchungshaft abgesessen, die ihm natürlich angerechnet wurden.

Somit darf der 30-Jährige zurück zu seinem jungen Kind nach Polen. "Er ist nur ein kleines Rädchen, aber ohne diese kleinen Rädchen funktioniert so eine Organisation nicht", so der Richter, das Urteil soll eine Abschreckungswirkung für die Öffentlichkeit haben. Das Urteil ist rechtskräftig. 

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