Kunst in Würmla zeigt Geschichten auf Wänden. Katharina C. Herzog und David Leitner erzählen die Geschichten der Würmlinger anhand von Kunstwerken.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 13. Juli 2020 (05:59)
Katharina C. Herzog und David Leitner initiierten das Kunstprojekt „Würmlas Wände“.
A. Rauch/S. Traber

Urbane Kunst auf ländlichen Fassaden – das ist das Kunstprojekt „Würmlas Wände“, welches von Katharina C. Herzog und David Leitner initiiert wurde.

Von April bis Dezember 2019 wurden insgesamt dreizehn alte Stadl, Keller und Silos in zehn Ortschaften auf einer Gesamtfläche von 700 Quadratmetern Fläche gestaltet.

Die Motive sind in Zusammenarbeit mit den Besitzern der Wände entstanden und erzählen persönliche Geschichten über die DorfbewohnerInnen Würmlas: ihr Leben am Land, ihre Wünsche und Sorgen, was sie beschäftigt und bewegt. Im Zuge des Kunstprojekts entstand ein vielseitiger Austausch über die unterschiedlichsten Themen, darunter Landwirtschaft, Klimaschutz, Flüchtlingskrise, Zeitgeschichte und Gender Equality.

„Würmlas Wände“ ist der Versuch, mit dem Mittel der urbanen Kunst nicht nur den Dialog im Ort anzuregen, sondern weit über die Dorfgrenzen hinaus Austausch zu generieren – vor allem zwischen Stadt und Land – um Vorurteile und Stereotypen beiseite zu räumen.

Anlässlich des Projekts wird demnächst ein Buch publiziert, das auf 177 Seiten einen Einblick hinter jede einzelne Geschichte der 13 Fassaden blickt. Die Berichte beschreiben die Geschichten der Würmlinger Familien.