Schockbilder wirken. Mit dem neuen Tabakgesetz explodiert die Zahl der Aufhörwilligen. Das Rauchfrei-Telefon der NÖ Gebietskrankenkasse kommt kaum zur Ruhe.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 07. September 2016 (05:16)
NOEN, NÖN
Trafikant Dieter Hausl: „Zu früh für konkrete Zahlen.“

Das neue Tabakgesetz zeigt bereits Wirkung! Seit Einführung der verpflichtenden Schockbilder und der aufgedruckten Telefonnummer des Rauchfrei Telefons auf jeder Zigarettenpackung suchen immer mehr Aufhörwillige Hilfe beim Rauchfrei Telefon, das von der NÖ Gebietskrankenkasse für das gesamte Bundesgebiet betrieben wird.

Allein im Monat Juli verzeichneten die Psychologinnen des Rauchfrei Telefons so viele Anrufe von Aufhörwilligen wie im gesamten Jahr 2015 zusammen!

Die Bilanz des Rauchfrei Telefons nach zehn Jahren Betrieb kann sich sehen lassen. „30 Prozent von allen, die sich an uns wenden, schaffen es auch aufzuhören“, sagt die Leiterin des Rauchfrei Telefons, Sophie Meingassner.

600.000 besuchten Rauchfrei-Website

Des einen Freud – des Trafikanten Leid: Dieter Hausl kann zwar keine konkreten Zahlen nennen, geht aber davon aus, dass es zu Einbußen kommen könnte. „Die werden aber vermutlich im einstelligen Prozentbereich liegen.“ Genaueres könne man erst sagen, wenn der Lagerbestand an alten Zigarettenpackungen ohne Schockbilder verkauft worden ist.

Das Rauchfrei Telefon offeriert heute ein umfangreiches Angebot. Unter www.rauchfrei.at ist ein großes Info-Paket über Auswirkungen der Nikotinsucht und Raucherentwöhnung abrufbar. Die Homepage besuchten allein im vergangenen Jahr 600.000 Menschen.

Zudem hilft die „Rauchfrei App“ Rauchern rund um die Uhr standhaft zu bleiben.

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