Neue Bauprojekte in der Tullner City. Wohnen, Speisen, Shoppen, Arbeiten – das alles hat Platz in demnächst entstehenden Gebäudekomplexen.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 15. Januar 2020 (04:37)

„Ja, es stimmt“, bestätigt Liegenschaftseigentümerin Architektin Monika Binder Gerüchte, wonach das Haus in der Brüdergasse, in dem das Chinarestaurant untergebracht ist, und das Nebengebäude abgerissen werden. Die „Pagode“ hat bereits die Pforten geschlossen, wird jedoch voraussichtlich in rund zwei Jahren dort wieder einziehen. Bis dahin wird dort rege Bautätigkeit herrschen. Binder kündigt einen Wiederaufbau in den nächsten zwei Jahren an, möchte sich aber noch nicht festlegen: „Wir stehen derzeit mitten in der Planungsphase, es ist alles im Werden.“ Wie sich die „gemischte Bauweise“ aus Lokalen, Büros und Wohnungen zusammensetzen wird, ist derzeit Gegenstand angeregter Diskussionen. Fix ist: mit den Abbrucharbeiten wird demnächst begonnen.

„Wir stehen derzeit mitten in der Planungsphase, es ist alles im Werden.“

Der Handel verändert sich, und so möchte sich auch das Fachgeschäft für Geschirr- und Haushaltsartikel Haus Loley in der Bahnhofstraße neu orientieren. „Der gesamte Gebäudekomplex wird neu errichtet und muss vorher komplett abgetragen werden, weil für ein Aufstocken die Fundamente zu schwach sind“, erklären Elisabeth Lukas-Salzgeber und Johannes Lukas. Derzeit ist die gesamte Familie Lukas mit ihrem Projekt „Wohnen in Tulln – Mieten im Zentrum“ beschäftigt. Bis zum Jahr 2022 werden auf 1.270 m² 35 nach modernen und umweltschonenden Gesichtspunkten errichtete Mietwohnungen entstehen.

Das Angebot richtet sich einerseits sowohl an Singles als auch an junge Familien und andererseits an Senioren, für die es optional ein Dienstleistungspaket - auf individuelle Bedürfnisse maßgeschneidert - zu erwerben gibt. Die einzelnen Objekte können aber auch gewerblich – etwa als Büro oder Praxisräume – genutzt werden (Infos unter 0664 1110435). „Auf den richtigen Mix kommt es an“, so das Geschwisterpaar, „es ist uns ein Anliegen, mit unserem Projekt für Leben in der Innenstadt zu sorgen. Und wir nehmen, wie jetzt andere private Unternehmer auch, dabei eine gewisse Risikobereitschaft in Kauf.“

Im April wird der Standort geschlossen. Ab diesem Zeitpunkt können Anfragen und Bestellungen über office@hausloley.at erfolgen. Wichtig: Nicht von der Schließung betroffen ist die Glaserei Loley. 

Während in der Bahnhofstraße, der Wienerstraße (Frank-Haus), der Kirchengasse (alte Volksschule), in der Brüdergasse und in der Nibelungengasse (dort steht bereits ein neu errichtetes Wohngebäude im Rohbau) die Abrissbirne das Sagen hatte, wird zwischen Rathausplatz und Hauptplatz sorgsam restauriert. Nach Übereinstimmung mit dem Bundesdenkmalamt wurden Dach und Fassade des Hauses Hauptplatz 1 renoviert. Derzeit erfolgt dies auch am Nebengebäude.

Die Libro-Filiale am Südwestende des Hauptplatzes schließt, wie die NÖN exklusiv berichtete, nicht erst mit Ende, sondern bereits Mitte Februar.