Verkehrskonzept für das Tullnerfeld? „Gibt es schon!“. Bürgermeister Friewald und Nagl erklären Pläne für Umfahrungen, Bus- und Radverbindungen und Bahnhof Tullnerfeld.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 28. Februar 2018 (05:37)
Die Bürgermeister Rudi Friewald (Michelhausen) und Roland Nagl (Königstetten) mit Unterlagen zum Verkehrskonzept von 2006 und zur aktuellen Untersuchung von 2016.
NOEN, Peischl

Im Vorfeld der Landtagswahl war mehrfach die Forderung nach einem Verkehrskonzept für das Tullnerfeld laut geworden. „Gibt es schon!“, zeigte sich Königstettens Bürgermeister Roland Nagl verwundert. Die NÖN hakte nach und traf ihn und seinen Michelhausener Amtskollegen Rudi Friewald zum Gespräch.

Das erste gebietsübergreifende Konzept geht bereits auf das Jahr 2006 zurück. Im Vorfeld der Errichtung des Bahnhofs Tullnerfeld planten die Gemeinden südlich der Donau von Königstetten bis Würmla die Verbindungs-Erschließung der Region. Unter anderem entstanden daraus die Umfahrung Pischelsdorf oder die HL-Bahnbegleitstraße. Ja selbst die Umfahrungen Asparn-Kronau (die nun 2018 tatsächlich umgesetzt wird) und Königstetten (samt gedachter Verlängerung bis zum Kreisverkehr bei der B 213) waren hier bereits vorgesehen.

Grundlagenforschung bis in die 1990er-Jahre

„Die Szenarien verändern sich immer wieder. Wohn- und Betriebsgebiete entstehen und wachsen, damit ändern sich auch die Anforderungen an den Verkehr“, erklärt Friewald. Die Grundlagenforschung reiche noch viel weiter zurück. Er erinnert an die 90er-Jahre als in Zeiselmauer-Wolfpassing noch ein Korridor frei gewesen wäre, um die berüchtigte Engstelle beim Gasthaus Figl umfahren zu können. „Aber diese Überlegung hätte ohnehin nur in Zusammenhang mit einer Korneuburger Donaubrücke funktioniert“, räumt Friewald ein.

Aktuell orientieren sich die Gemeinden an der „Verkehrsuntersuchung Tullnerfeld“ vom September 2016, die der Kleinregionale Entwicklungsverband Tullnerfeld West gemeinsam mit dem Land Niederösterreich in Auftrag gegeben hatte.


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