Bahnhof in St. Andrä-Wördern ist jetzt barrierefrei. Nach nur zehnmonatigem Umbau erstrahlt Bahnhof in neuem Glanz.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 31. Dezember 2020 (03:44)
In rund zehn Monaten konnten die Bauarbeiten abgeschlossen werden: Der Bahnhof St. Andrä-Wördern ist nun modern und barrierefrei.
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Zehn Monate dauerte es, den Bahnhof umzubauen und barrierefrei zu gestalten. In dieser Zeit wurden unter anderem zwei Lifte eingebaut, die Bahnsteige und Bahnsteigdächer erneuert und mit Blindenleitsystem sowie neuen Kundeninformationssystemen wie Monitoren, Lautsprechern oder Zugzielanzeigen ausgestattet. Neue Wartekojen komplettieren das Angebot. Auch die Gleise wurden erneuert, die Bike&Ride-Anlagen neugestaltet und der Vorplatz angepasst. Investiert wurden rund 15 Millionen Euro.

Bürgermeister Maximilian Titz: „Gute Bahnverbindungen sind für uns in St. Andrä-Wördern sehr wichtig. Jugendliche und Erwachsene fahren täglich mit dem Zug nach Wien oder Tulln in die Schule, an die Uni oder zur Arbeit.“ Er dankte den ÖBB für die Investition, die gute Zusammenarbeit und die professionelle Projektdurchführung.

„Gute Bahnverbindungen sind für uns in St. Andrä-Wördern sehr wichtig"

Der Bahnhof erhielt nicht nur ein modernes Erscheinungsbild, der Umbau ermöglicht auch eine barrierefreie Nutzung für mobilitätseingeschränkte Personen, Rollstuhlfahrer oder Menschen mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck. Sinn der Maßnahmen: Umsteigen auf den öffentlichen Verkehr erleichtern und das Bahnfahren noch attraktiver machen.

Die bestehenden Bahnsteige, Stiegenanlagen und Einhausungen wurden abgetragen und zwei neue Randbahnsteige mit jeweils 220 Meter Länge und 55 Zentimeter Höhe errichtet. Zur besseren Orientierung blinder und sehbehinderter Menschen wurde ein abriebfester Naturstein mit einem taktilen Leitsystem verlegt. Dabei handelt es sich um Steinplatten mit Vertiefungen – sogenannte Rillenplatten – wodurch ein leichteres und sichereres Zurechtfinden am Bahnhof ermöglicht wird. Die Bahnsteige erhielten außerdem ein rund 80 Meter langes Dach und eine Glas-Wartekoje, die Schutz vor Niederschlägen und Wind bieten. Auf der Südseite wurde das Bahnsteigdach an das Bahnhofsgebäude angepasst und vergrößert. Am bestehenden Personendurchgang wurden zwei Aufzugsanlagen und neue Stiegenanlagen errichtet.

Die bestehende Park&Ride-Anlage wurde adaptiert, die Straßenführung wurde als Einbahnregelung umgestaltet und eine Busstation im Bereich des Vorplatzes situiert.

Die Investitionssumme für das Projekt beläuft sich auf rund 15 Millionen Euro, wobei sich das Land Niederösterreich mit 20 Prozent an den fahrgastspezifischen Maßnahmen beteiligt.

Die Gemeinde übernimmt eine Million Euro für den Hochwasserschutz, der im Zuge dieses Projektes umgesetzt wurde.