Neuer Konzertsaal für Pleyels Orchesterwerke . 25 Jahre Internationale Ignaz Pleyel Gesellschaft (IPG), 500 Konzerte, 1000 Werke. In einem neuen Konzertsaal sollen auch Pleyels Orchesterwerke gespielt werden.

Von Christa Wallak. Erstellt am 10. Februar 2020 (03:04)
Am 11. und 12. September wird hier „Der Verschwender“ von Ferdinand Raimund als Benefizveranstaltung für den Zubau gespielt.
IPG

Nein, der 1757 in Ruppersthal geborene Komponist und Klavierfabrikant Ignaz Josef Pleyel feiert heuer keinen runden Geburtstag. Aber die mit Hochdruck an der Steigerung seiner Bekanntheit arbeitende IPG kann gleich mit drei Jubiläen aufwarten.

1995 von Adolf Ehrentraud gegründet, hat die IPG in den letzten 25 Jahren schon viel erreicht: In Pleyels Geburtshaus wurde ein Museum eingerichtet, das bereits 5.000 Führungen verzeichnet. Das Pleyel Kulturzentrum in Rupperthal wurde gebaut, 66 Pleyel-CDs wurden aufgenommen und Pleyels Ehrengrab am Pariser Friedhof Père Lachaise wurde restauriert. 2007 erschien seine Biographie.

Heuer wird die IPG ihr 500. Konzert geben und das 1000. Pleyelwerk einspielen. Zwei Gastspiele werden nach Frankreich und nach Peking führen.

Ein großes Projekt hat Ehrentraud noch vor sich: „Der Bentonsaal ist bereits viel zu klein geworden, viele unserer Veranstaltungen sind überbucht. Nur mit einem Zubau können wir Strukturen schaffen, um all das, was wir in den letzten 25 Jahren geschaffen haben, zu erhalten und erfolgreich weiterzuführen.“

Der IPG-Gründer bemüht sich um finanzielle Unterstützung für dieses Vorhaben beim Land Niederösterreich, bei der Marktgemeinde Großweikersdorf und über eine Crowdfunding-Kampagne.

„In einem größeren Konzertsaal könnten wir endlich im Geburtsort Pleyels seine schöne Orchestermusik aufführen. Pleyel hat ja immerhin 53 Sinfonien, vier konzertante Sinfonien, zwei Opern und wunderbare Sakralwerke geschrieben“, wünscht sich Ehrentraud, der übrigens heuer auch seinen 75. Geburtstag feiert.