Fischwanderhilfe im Kraftwerksbereich in Altenwörth. Bau der Fischwanderhilfe im Kraftwerksbereich geht intensiv voran.

Von Günter Rapp. Erstellt am 27. Juli 2020 (03:27)
Die Baumaschinen und Lkw rollen derzeit im Augebiet nahe dem Donaukraftwerk Altenwörth.
VERBUND

Die Anrainerstaaten der Donau feierten jetzt den internationalen Danube Day. Er erinnert die Öffentlichkeit an die Unterzeichnung des Donauschutz-Abkommens 1994 mit dem Ziel der Förderung von nachhaltigem Wassermanagement an Zentraleuropas längstem Fluss.

Gerade die umfangreichen Renaturierungsprojekte an der österreichischen Donau, die VERBUND umsetzt, sind richtungsweisend für ganz Europa. Mit Unterstützung des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus, Mitteln der Europäischen Union und der Bundesländer Niederösterreich und Oberösterreich gelingt es, der Artenvielfalt an der Donau große Flächen zurückzugeben.

„Gesunde Gewässer sind die Grundlage unseres Lebens und die Donau ist Österreichs wichtigster Fluss,“ erklärt Bundesministerin Elisabeth Köstinger anlässlich des Danube Days 2020.

Achim Kaspar, im VERBUND-Vorstand zuständig für die Erzeugung aus Wasserkraft: „Wir fügen der langen Geschichte der Donau-Regulierung in Österreich ein frisches Kapitel hinzu. Mit unseren Partnern schaffen wir neue Lebensräume und erreichen die Fischpassierbarkeit entlang der Donaukraftwerke.“ Bis ins Jahr 2028 hat VERBUND 280 Mio. Euro für die Renaturierung an Österreichs und Bayerns Gewässern eingeplant, davon ist bereits mehr als die Hälfte umgesetzt.

„Aktuell bauen wir intensiv an Niederösterreichs längster Fischwanderhilfe beim Donaukraftwerk Altenwörth. Dank vieler Maßnahmen profitiert nicht nur die Natur, sondern auch die Anrainer. Wir schaffen auf 12,5 Kilometer neuen Lebensraum, verbessern den Altarm und schließen die wichtigen Donau-Zubringerflüsse wieder an die Donau an“, so Karl Heinz Gruber, Geschäftsführer VERBUND Hydro Power GmbH. Ab 2021 wird die Donau für Fische vom Eisernen Tor in Rumänien bis Ybbs barrierefrei.

Der Radweg über das Kraftwerk Altenwörth kann übrigens nach Protesten zahlreicher Radfahrer und der Intervention von Kirchbergs Bürgermeister Wolfgang Benedikt doch wieder benützt werden.