Shutdown-Festival: Hart, härter, Energie. Hardstyle nicht nur in der Musik. Auch die WEGA trainierte für den Ernstfall mit beeindruckenden Übungsannahmen.

Von Gabi Gröbl. Erstellt am 15. August 2019 (03:51)
Marika Ofner
Vize Horst Scheed, Manuela Landner, Bürgermeisterin Marion Török, Manfred Bichler, Rene Strametz und Familie Rosenstingl am Festivalgelände.

Das erste und einzige Outdoor Festival für Hardstyle brachte Energie in das Kraftwerk. Bürgermeisterin Marion Török und die Vertreter der Gemeinde ließen sich eine Führung durch das Festivalgelände durch Michael Struber, Head of Project Management des Veranstalters Revolutionevent, nicht entgehen.

RK Tulln
Die Rot-Kreuz-Mitarbeiter standen gemeinsam mit den lokalen Feuerwehren und drei Notärzten im Einsatz.

Rund 15.000 Menschen aus 16 verschiedenen Nationen waren am Platz und tanzten zu den Klängen der 50 Artists auf den vier Bühnen. Damit wurde der Besucherrekord des Vorjahres geknackt. Das Kraftwerk zog die DJs magisch an, sie waren einstimmig der Meinung, „dass die Location eine einzigartige Energie hat. Wir kommen sehr gerne hier her.“ Sie schwärmten von der Kombination aus dem Bauwerk mitten in der Natur und der Donau.

Musik und Training an einem Wochenende

Für EVN - Sprecher Stefan Zach sind Gäste aus dem In- und Ausland im AKW nichts Ungewöhnliches: „Jedes Jahr nutzen über 15.000 Besucher die einmalige Gelegenheit das Stück Zeitgeschichte zu besuchen. Zwentendorf war schon immer ein Ort, der Menschen berührt und fasziniert hat.“

Er erklärte, dass das AKW heute ein Sicherheits-Trainingszentrum ist, das zunehmend auch für Rückbautrainings genutzt wird.

Das nutzte die Gruppe Seiltechnik der Sondereinheit WEGA und zeigte eindrucksvoll ihr Können. Beim Training galt es unter anderem einen angeseilten Aktivisten sicher zu Boden zu bringen oder einen Verletzten zu retten.

Für die Sicherheit am Festivalgelände sorgten die lokalen Feuerwehren und das Rote Kreuz.

In zwei Schichten arbeiteten 125 Rot-Kreuz-Mitarbeiter, drei Notärzte standen bereit.

EVN/ Rumpler
Verschiedene Szenarien und taktische Parcours trainierten die Experten der WEGA.

Insgesamt wurden 196 Menschen im Laufe der Veranstaltung vor Ort versorgt, sechs Personen mussten ins Krankenhaus gebracht werden. Die Ursachen für die Versorgung waren übermäßiger Alkoholkonsum, Dehydration und leichte Verletzungen. Somit verzeichnete das Rote Kreuz erfreulicherweise eine geringe Einsatzzahl.

Feiern, Tanzen, Spaß haben standen im Vordergrund. Der reibungslose Ablauf wurde durch bargeldloses Bezahlen mittels Chips am Wristband komplettiert. Die Restguthaben der Chips, die nicht zurückgefordert werden, kommen dem Zwentendorfer Sozialfonds zugute. Ein weiteres Zeichen der guten Zusammenarbeit von Veranstalter und Gemeinde.