Gefahr durch Eschensterben: Wasserpark Tulln gesperrt. Das Eschensterben, das bereits in Korneuburg und Klosterneuburg Sperren von Wäldern erfordert hat, zwang nun auch die Stadtgemeinde Tulln zum Handeln.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 18. August 2017 (14:18)
Stadtgemeinde Tulln
Ca. 50% des gesamten Baumbestandes im Wasserpark sind betroffen und müssen gefällt werden. 

Am Freitag wurde der gesamte Wasserpark "aufgrund akuter Gefahr bzw. zunehmend unkalkulierbarem Risiko" gesperrt und mit Forstarbeiten begonnen. Alle rund 2.200 Eschen - und damit 50 Prozent des Baumbestandes - werden gefällt.

Situation "dramatisch verschlechtert"

Laut einer Aussendung habe sich die Situation in den vergangenen Tagen und Wochen "dramatisch" verschlechtert: Auch Bäume, deren Zustand noch vor kurzem als unbedenklich eingestuft wurde, können eine Gefahr für alle Besucher des Parks darstellen. Der externe Baum-Sachverständige der Stadtgemeinde könne keine Garantie mehr für die Standfestigkeit der erkrankten Eschen in dem Erholungsgebiet geben. Die beabsichtigte Strategie einer schrittweisen Bestandsumwandlung sei daher nicht zu verantworten.

Als erste Bereiche werden die Zufahrten zur Garten Tulln und zur Badhaussiedlung durchgeforstet und in der Folge die Eschen gefällt. Die Zufahrt zur Garten-Schau sei über die Kronauer Straße möglich, Bewohner der Badhaussiedlung müssen über eine Umleitung ausweichen.

Der Bootsverleih bei der Garten Tulln wurde geschlossen. Nach diesen Zufahrtsbereichen werden die Arbeiten Gebiet rund um die Garten Tulln sowie an sämtlichen Spazierwegen und Straßen bis 30 Meter in den angrenzenden Bestand hinein fortgesetzt. Sie werden - witterungsabhängig - voraussichtlich bis Jahresende dauern, teilte die Stadtgemeinde mit. Anschließend werden neue Bäume gepflanzt.