Nach Schicksalsschlägen: Ort hilft Familie. Sitzenberg/Reidling und Eggendorf: Zwei schwere Schicksalschläge hintereinander muss eine Familie verkraften. Dies rief viele Helfer auf den Plan.

Von Doris Firmkranz. Erstellt am 05. Mai 2021 (04:32)
Der beherzte Einsatz der Florianis konnte nicht verhindern, dass das Wohnhaus in Eggendorf ein Raub der Flammen wurde.
Erich Marschik, Erich Marschik

Nach dem Tod des Vaters schlug das Schicksal nur wenige Wochen danach erneut erbarmungslos zu.

Bei einem Großbrand wurde das Wohnhaus der Familie Fohringer in Eggendorf bei Sitzenberg-Reidling trotz raschen Eingreifens der Feuerwehr ein Raub der Flammen. Personen kamen in dem Inferno zwar nicht zu Schaden, aber selbst sieben Wehren in stundenlangem Einsatz, konnten nicht verhindern, dass das Haus bis auf die Grundmauern niederbrannte.

„Wir waren den Tränen nahe.“ Markus Fohringer angesichts der Welle an Hilfsbereitschaft.

Mutter Manuela, Sohn Markus und dessen Schwester Melanie standen von einem Tag auf den anderen vor dem Nichts. Doch bald bildete sich eine von geschäfsführendem Gemeinderat Franz Rauscher koordinierte Gemeinschaft, die der über Nacht mittellos gewordenen Familie wieder auf die Beine helfen will.

„Die Hilfsaktion wurde sehr gut angenommen,“ bestätigt Bürgermeister Christoph Weber. In einem offiziellen Schreiben bittet das Gemeindeoberhaupt die Bevölkerung um Mithilfe, ein Spendenaufruf wurde erlassen. Wer möchte, kann auf diesem Weg den Brandopfern finanziell unter die Arme greifen. Weber setzt sich ein: „Jeder Betrag, egal wie hoch, hilft der Familie eine Perspektive zu geben.“

Das Cleverhotel aus Herzogenburg ließ kostenlos einen Container in der Nähe des Brandortes aufstellen, bei dem man Sachspenden wie Kleinmöbel, Haushaltsgegenstände oder Kleidung abgeben konnte.

„Den Container haben wir in der Zwischenzeit zurückgegeben“, berichtet Markus Fohringer, „das, was wir jetzt nicht verwenden, werden wir auf jeden Fall weiter spenden.“

Markus Fohringer bedankt sich bei allen, die geholfen haben, das Leid der Familie zu lindern. „Wir waren den Tränen nahe, als wir sahen, was alles geschah und alles, was wir bekommen haben und noch bekommen. Egal ob Sachspenden oder Geldspende, es war unglaublich, wie viele Anfragen wir bekommen, wie man uns helfen kann“, schreibt er auf Facebook.

Geldspenden auf das Spendenkonto „Walter“ – IBAN: AT07 3247 7000 3070 4571 – sind jederzeit willkommen.

Inzwischen sind auch die Ermittlungen hinsichtlich der Brandursache abgeschlossen worden. „Es wird von einem technischen Defekt ausgegangen“, so die Polizei.