Cobra trainierte im AKW Zwentendorf. „Normalerweise öffnen wir unsere Pforten freiwillig, sodass kein gewaltsames Eindringen erforderlich ist“ , lächelt EVN Sprecher Stefan Zach anlässlich einer actionreichen Übung der Anti-Terror-Einheit Cobra im AKW Zwentendorf im Bezirk Tulln.

Von Redaktion noen.at. Update am 23. April 2019 (08:24)

Diesmal spielten die Spezialisten jedoch bis in die Nacht zwei Szenarien durch: Ein Fallschirmabsprung aus ca. 1.200 Metern Höhe mit anschließender Landung auf dem Kraftwerksdach sowie eine Suchaktion nach einem Täter mit Geiseln im Inneren des Gebäudes.

„Wir üben hier, wie es wäre, das Gebäude im Ernstfall zu übernehmen“, erzählt Oberst Rainer Wintersteiger. „Wir haben schon an vielen Orten trainiert: bei Schulen, Krankenhäusern und stillgelegten Betrieben. Das AKW ist für uns ein weiteres Highlight. Vor allem für die Fallschirmspringer ist das Landen auf dem Kraftwerksdach eine besondere Herausforderung.“

Dabei gehören Fallschirmsprünge für diese Männer zum „täglichen Brot“. Jedes Monat gilt es vier Tage mit Fallschirmsprungübungen zu absolvieren. Denn für diese Spezialausbildung sind ca. 500 Sprünge notwendig. „Trotzdem ist jeder Sprung aufs Neue wieder ein spannender Nervenkitzel“, so Wintersteiger.

Zach freut sich jedenfalls, regelmäßig österreichische Einsatzeinheiten an EVN Kraftwerksstandorten zu Gast zu haben: „Egal ob sich die Sondereinheit WEGA von einem EVN-Windrad in Japons oder das österreichische Bundesheer von unserer Staumauer in Ottenstein abseilt: Wir versuchen unsere Anlagen zur Verfügung zu stellen“.