Die Hollwegs erobern den Opernball. Vater Titus begleitet Richard Lugner seit acht Jahren medial bei dem Ereignis. Diesmal ist auch Sohn Aeneas Hollweg als Debütant dabei.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 27. Februar 2019 (04:31)
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Titus Hollweg begleitete Richard Lugner auch im Februar 2015 bei der Abholung von Opernball-Gast Elisabetta Canalis (Schauspielerin und Model) im Privatflugzeug von Wien nach Mailand und wieder zurück.

Wenn der Vater mit dem Sohne … den Opernball besucht, dann ist das schon ein besonderes Ereignis. Im durch-und-durch im Kultur- und Medienbereich verwurzelten Hause Hollweg in St. Andrä-Wördern läuft das noch eine Spur „besonderer“ ab: Vater Titus Hollweg begleitet den bekanntesten Baumeister Österreichs, Richard Lugner, seit acht Jahren rund um und auf den Ball der Bälle. Sohn Aeneas Hollweg, der schon 2010 im zarten Alter von acht Jahren bei einer Balletteinlage zur Eröffnung des Opernballs mitwirkte, ist am Donnerstagabend unter den jungen Debütanten.

„Die Proben waren intensiv, aber es hat unglaublichen Spaß gemacht"

„Die Proben waren intensiv, aber es hat unglaublichen Spaß gemacht. Wir zeigen bei der Eröffnung eine großartige Choreografie der Tanzschule Sandtner, die es in sich hat“, verrät Aeneas im NÖN-Gespräch. Natürlich habe ihm dabei seine Tanzerfahrung sehr geholfen. Acht Jahre lang wurde er in der Ballettakademie der Wiener Staatsoper ausgebildet, in klassischem Tanz, Jazzdance, Moderndance und historischem Tanz. Danach besuchte Aeneas auch noch ein Jahr die Tanzschule Elmayer.

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Aeneas Hollweg mit Tanzpartnerin Stephanie Löblich (ebenfalls aus St. Andrä-Wördern), einer jahrelangen Freundin, Schauspielkollegin bei der Jungen Sommerakademie und auch Gesangspartnerin („Große Chance der Chöre“) vor der Wiener Staatsoper.

„Tanzen wird immer eine große Leidenschaft in meinem Leben bleiben“, sagt der junge Künstler und, „der Linkswalzer ist nicht schwer, aber ihn so leicht aussehen zu lassen wie einen Rechtswalzer, das bedarf schon einiger Übung. Da ist man(n) als Führender besonders gefordert.“

Dank Bühnen- und Fernseh-Erfahrung von Kindesbeinen an ist Aeneas zwar nicht wirklich nervös, doch: „Ein bisschen Nervenkitzel gehört dazu. Aber meine Erfahrung hat mich gelehrt, gut mit meinem Lampenfieber umzugehen.“

Acht Jahre mit Richard Lugner

Hautnah dabei, aber mit in erster Linie mit etwas ganz Anderem beschäftigt sein wird der stolze Herr Papa. Titus Hollweg (übrigens Sohn von Kammersänger Werner Hollweg) ist NÖN-Lesern als Präsident des Hagenthaler Kulturkreises ein Begriff. Sein Brotberuf ist allerdings das Regieführen (in Theater, Oper oder für die Kamera) und Filmen.

„Ich arbeite seit Jahren unter anderem für die Produktionsfirma ON-Media als TV-Regisseur“, erklärt Titus Hollweg. Diese Firma zeichnet u.a. für „Pfusch am Bau“, „Mein Recht“ oder eben auch „Die Lugners“ verantwortlich. „Als meine Vorgängerin den Baumeister nicht länger begleiten wollte, habe ich den sprichwörtlichen Kelch übernommen - und das mit Freude“, so Hollweg weiter. In den letzten acht Jahren bereiste er mit Richard Lugner die halbe Welt und: „Ich schätze ihn auch persönlich.“

Eindrücke dieser Zeit fasste der Regisseur in einer eigenen TV-Sendung zusammen („Alles Mörtel - Lugner und der Opernball“, zu sehen am Freitag, 1. März, um 21. 30 Uhr auf ATV). Vielfältige Eindrücke sammelte Hollweg auch von den prominenten Ball-Begleiterinnen Lugners: Von Kim Kardashian, die ständig versuchte den Baumeister hereinzulegen, bis zu Elisabetta Canalis, die sehr kooperativ und letztlich auch unbeabsichtigt freizügig (der berühmte Busenblitzer) war.

Wie sich Titus Hollweg auf den Ballabend mit Lugner und Co vorbereitet? „Ich habe gelernt, dass es überhaupt nichts bringt, sich auf Drehs mit Richard Lugner vorzubereiten, weil es immer anders kommt“, sagt der Medienprofi, „deshalb gilt bei mir und meinen hart erprobten Kameraleuten stets die Devise: Draufhalten und mitfilmen, was geht. Das macht es auch für uns unglaublich spannend.“ Das Ergebnis ist dann ebenfalls auf ATV zu sehen, am 1. März um 20.15 Uhr.

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