Krisenstab tagt jeden zweiten Tag . Bürgermeister Titz und Vize Fischer ziehen Bilanz über die ersten Wochen der Coronakrise in St. Andrä-Wördern.

Von Thomas Peischl. Erstellt am 25. März 2020 (04:11)
Zuversichtlich: Vizebürgermeisterin Ulli Fischer und BürgermeisterMaximilian Titz.
Sibera

Jeden zweiten Tag, bei Bedarf öfter, tagt der Krisenstab der Marktgemeinde über elektronische Medien. Er besteht aus Bürgermeister, Vizebürgermeisterin, dem Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr St. Andrä-Wördern, unseren Ärzten, der Zivilschutzbeauftragten und den Stabstellen der Gemeindeverwaltung.

„Ich bin sehr stolz auf die Menschen in St. Andrä-Wördern und allen sehr dankbar: Sie ziehen an einem Strang, helfen, tragen die Maßnahmen der Bundesregierung konsequent mit und arbeiten gemeinsam an der Eindämmung der Covid19-Epidemie“, betont Bürgermeister Maximilian Titz. Persönliche Vorstands- und Gemeinderatssitzungen wurden naturgemäß abgesagt. Titz stimmt sich täglich mit Obersekretär Peter Ohnewas ab und ist mit den Stabstellen der BH Tulln und des Landes in engem Kontakt.

„Ich bin sehr stolz auf die Menschen in St. Andrä-Wördern und allen sehr dankbar"

„Unser Ziel ist es, nur den für die kommunale Infrastruktur unbedingt notwendigen Betrieb aufrecht zu erhalten und die Maßnahmen der Bundesregierung bzw. des Landes strikt einzuhalten“, so Titz weiter. Er verweist auf die Website www.staw.at und die Handy-App Gem2Go. Darüber hinaus habe die Gemeinde unter 02242/ 32 222 eine 24-Stunden-Hotline eingerichtet und SMS-Kurzinfos verschickt. „Und wir produzieren Plakate und Aushänge für unsere Infotafeln für jene, die keine elektronischen Medien zur Verfügung haben“, sagt der Bürgermeister.

Mit Stand 19. März seien in St. Andrä-Wördern drei Personen erkrankt. Zwei an einer milden Form. Erkrankte befinden sich daheim in Quarantäne, ein Betroffener im Krankenhaus. „Insgesamt sind 25 Personen zu Hause in Quarantäne, da sie Kontakt mit Infizierten hatten oder auf Skiurlaub waren“, berichtet Titz.

„Damit es nicht zu Menschenansammlungen kommt, sind Spielplätze, Friedhof, Hagenbachklamm und Müllplatz für die nächsten Tage geschlossen“

Was Vorsichtsmaßnahmen angeht, ergänzt Vizebürgermeisterin Ulli Fischer: „Damit es nicht zu Menschenansammlungen kommt, sind Spielplätze, Friedhof, Hagenbachklamm und Müllplatz für die nächsten Tage geschlossen.“ Sie hebt hervor, wie wichtig es jetzt sei, soziale Kontakte zu Hause in der Familie zu pflegen und alle anderen Personen nicht zu treffen. In diesem Zusammenhang verweist Fischer auf eine Nachbarschaftsinitiative, bei der Freiwillige für Bedürftige einkaufen gehen, auf „Essen auf Rädern“ und Lieferservices lokaler Gastronomen. „Die vielen Nachbarschaftshilfen und die gute Kooperation zwischen Blaulichtorganisationen und Gemeinde zeigen, dass wir gut aufgestellt sind und die Coronakrise meistern“, so Fischer zuversichtlich.