Neuer Erlebnispark aber ohne Skater-Zone. Der geplante Erlebnispark in St. Andrä-Wördern soll im Frühjahr 2022 öffnen. Separat davon soll es in den nächsten Jahren einen Skatepark geben.

Von David Ulrich. Erstellt am 07. Mai 2021 (04:35)
Bei der Übergabe der Unterschriften: Gemeinderat Flip Maas (Grüne), die Schüler Samir und Andreas sowie Bürgermeister Maximilian Titz (ÖVP).
Ulrich, Ulrich

Bis 5. Mai war es für alle Bürger möglich, Vorschläge für den geplanten Freizeitpark einzureichen. Dieser wird auf einem Grundstück gegenüber des Friedhofs entstehen und voraussichtlich bereits im Frühjahr 2022 fertig sein, so Gemeinderat Flip Maas (Grüne). Der Entwurf wird Anfang Juni auf der Homepage der Gemeinde zur Einsicht sein, im weiteren Verlauf ist eine Veranstaltung geplant, bei der Interessierte Feedback dazu geben können. Danach soll der Entwurf im Gemeinderat besprochen und genehmigt werden.

Der Erlebnispark soll mehrere Bereiche umfassen, so etwa einen Spielplatz für jüngere Kinder, eine Art Fitnesszone sowie einen Ruhebereich. Außerdem soll er so naturbelassen wie möglich bleiben und damit Bäume, Spielgeräte aus Holz und vielleicht eine Blumenwiese beherbergen. Das ist auch einer der Gründe, warum hier eine Zone für Skater nicht möglich ist. Der zweite ist die mögliche Lärmbelästigung für Anrainer. Bürgermeister Maximilian Titz (ÖVP): „Beim Hockeyplatz gibt es jeden Tag Beschwerden.“ Der Skatepark müsste also weiter vom Siedlungsgebiet entfernt errichtet werden.

Skatepark wird in den nächsten Jahren gebaut

Andreas und Samir, zwei Viertklässler und leidenschaftliche Skater, haben im Jänner damit begonnen, Unterschriften in der Volksschule für einen Skatepark zu sammeln. Sie sind mit einem selbst gemachten Plakat und drei weiteren Helfern (Marie, Madeleine und Julia) durch alle Klassen gegangen und haben 189 Unterschriften für den Skatepark gesammelt. Sylvia Blauensteiner, die Mutter eines der Initiatoren, sagt: „Den Burschen taugt der Skatepark in Tulln so und wir fahren da einfach oft hin. Sie können dort Tricks im Freien üben und andere Kinder kennenlernen.“ Wenn man dann jedoch stundenlang dortbliebe, mache das die Sache logistisch sehr schwierig.

Bei der Unterschriftenübergabe an den Bürgermeister zeigt sich Titz begeistert: „Ihr wollt einen Skatepark, wir wollen auch einen Skatepark. Er kommt, aber nicht dort (im geplanten Erlebnispark, Anm.)“ Das Unterfangen wird noch warten müssen, bis ein geeignetes Grundstück dafür gefunden wird. Gemeinderat Maas versichert: „Wenn wir einen Grund haben, fangen wir mit der Planung an.“ Maas schätzt, dass der Skatepark in etwa ähnlich groß sein wird, wie der in Tulln, also ca. 1.000 m 2 . Titz und Maas hoffen darauf, das Projekt in den nächsten Jahren umsetzen zu können. Eine Online-Petition für einen Skatepark in St. Andrä-Wördern wurde von über 370 Befürwortern unterstützt.