Tulln steht in den "Impf-Startlöchern". Bund, Länder und Gemeinden arbeiten auf Hochtouren. Bei den praktischen Ärzten ist der Impfstoff noch nicht verfügbar, Stadtarzt Bichler bittet um Geduld.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 12. Januar 2021 (16:51)
Symbolbild
dpa

Stadtarzt Franz Bichler
Peischl

Die Stadtgemeinde setzt alles daran, die Corona-Impfung so rasch wie möglich für ihre Bürger verfügbar zu machen. Das ist kein leichtes Unterfangen, denn für eine geregelte Verteilung des Impfstoffes sind landesweite Vorgaben zu beachten. Derzeit ist die Impfung bei keinem Tullner Arzt möglich. Lediglich wenige Hochrisikogruppen, wie Bewohner von Alters- und Pflegeheimen oder Personal in Spitälern, werden derzeit geimpft.

„Der Impfstoff ist für die niedergelassenen Ärzte noch nicht verfügbar – bitte rufen Sie daher nicht in den ohnehin bereits sehr geforderten Praxen an“, appelliert Stadtarzt Franz Bichler an die Bevölkerung.

Die Menschen haben das Recht, von fachkundigen Medizinern informiert zu werden“ Peter Eisenschenk

Bürgermeister Peter Eisenschenk
Peischl

„Sobald der Impfstoff für die gesamte Bevölkerung zur Verfügung steht, wird die Stadtgemeinde alles unternehmen, damit dieser unkompliziert in Tulln verimpft werden kann. Die Impfung ist unsere wichtigste Chance, rasch wieder zu einem normaleren Leben zurückzukehren. Bis es soweit ist, werden wir jedoch noch Geduld brauchen“, sagt Bürgermeister Eisenschenk.

Gemeindebundpräsident Alfred Riedl
NOEN

Der genaue Zeitplan lässt sich derzeit noch nicht fixieren. Gemeindebundpräsident Alfred Riedl dazu: „Die Impfstrategie haben Bund, Länder und Gemeinden gemeinsam vereinbart. Die Corona-Impfung ist unsere Chance, den Kampf gegen das Corona-Virus zu gewinnen.“ Die Impfungen in den Pflegeheimen haben bereits begonnen und werden in den nächsten Wochen weitergeführt. Parallel dazu starten auch die Impfungen für das medizinische Personal. Gemeinsam mit dem Land Niederösterreich wurde vereinbart, dass die Gemeinden in einem ersten Schritt alle Personen über 80 Jahren zeitnah über die wohnortnahen Impfmöglichkeiten informieren. „Mit der wöchentlich steigenden Verfügbarkeit von Impfdosen können nun immer mehr Menschen geimpft werden. Bund, Länder und Gemeinden arbeiten auf Hochtouren“. Die Impfstrategie ist landesweit einheitlich und richtet sich nach der Verfügbarkeit der Impfstoffe.

Die Impfphasen werden unter www.notrufnoe.com/impfung veröffentlicht und aktualisiert. Die Stadtgemeinde wird ihre Informationskanäle offensiv in den Dienst der Impfung stellen. Alle sollen rasch und unkompliziert die Möglichkeit bekommen, sich impfen zu lassen, wenn sie dies möchten. „Die Menschen haben das Recht, über die Impfung von fachkundigen Medizinern auch persönlich informiert zu werden“, so Eisenschenk. Dazu werden Vorträge oder Sprechstunden stattfinden.