Serienraubüberfälle geklärt. Drei Männer mit Faustfeuerwaffen haben am Samstagabend eine Filiale der Firma Penny in Stockerau (Bezirk Korneuburg) überfallen. In Stronsdorf (Bezirk Mistelbach) klickten die Handschellen.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 23. Juli 2014 (12:36)
NOEN, Dieter Rathauscher

Laut aktueller Pressekonferenz konnten die Täter anhand von Phantombildern und ausführlichen Personenbeschreibungen ausfindig gemacht werden. Polizisten nahmen am 19. Juli die vier litauischen Verdächtigen in einem Wohnmobil im Bezirk Mistelbach fest. Derzeit befinden sie sich in Untersuchungshaft in Wiener Neustadt. 

Diebesgut in Fluchtfahrzeug versteckt

„Auf die Vorstrafenregister der vier Täter aus Litauen wird noch gewartet. Die Einvernahme der Verdächtigen in Zusammenhang mit ähnlichen Gewaltdelikten dauern noch an“, so Polizei Pressesprecher Johann Baumschlager. Im Fluchtfahrzeug konnte in einem doppelten Boden das gesamte Diebesgut im Wert von circa 75.000 Euro und die Tatwaffen (darunter eine Softgun) sichergestellt werden. 

Kurz vor Ladenschluss waren die drei Räuber in den Penny-Markt in Stockerau gekommen und hatten die 44-jährige Filialleiterin, die zu diesem Zeitpunkt allein im Laden war, mit Schusswaffen bedroht und gezwungen, den Tresor zu öffnen. Danach fesselten sie die Frau mit Kabelbindern und stahlen ihr Handy sowie ihren Pkw, mit dem sie in Richtung der tschechischen Grenze flohen. Im Zuge der Alarmfahndung konnte das Trio bei Stronsdorf gestellt werden.

Wohnwagen als Flucht-Fahrzeug

Der Raubüberfall wurde laut NÖ Landespolizeidirektion gegen 18.15 Uhr verübt. Die Einbrecher, die als Touristen getarnt mit einem Wohnwagen reisten, zeigten sich im Zuge der Vernehmungen bereits geständig, gemeinsam drei weitere bewaffnete Raubüberfälle auf Supermärkte in NÖ durchgeführt zu haben: in St. Pölten, Kirchberg am Wagram (Bezirk Tulln) und Aspang (Bezirk Neunkirchen). 

„Die Täter waren zwei bis drei Tage in Österreich aufhältig, haben ausgekundschaftet und die Überfälle begangen, dann sind sie wieder heim nach Litauen gefahren“, informierte Baumschlager.

NÖN.at hatte berichtet: