Fest der Obstvielfalt in Kirchberg am Wagram: Aus alt wird neu

Erstellt am 27. September 2022 | 05:22
Lesezeit: 2 Min
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Franz Praskac von der gleichnamigen Tullner Baumschule, Vizebürgermeister Erwin Mantler, Mara Müller von der Bio-Baumschule Schafnase, Sigi Tatschl, Gerd Meyer und Ulrich Grauvogel.
Foto: Rapp
Das Ökosystem alter Baumstümpfe als Nährboden für Jungpflanzen.
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Weit mehr Besucher als in vergangenen Jahren lockte das Fest der Obstvielfalt in und um den Alchemistenpark. Die „beerenstarke“ Initiative von Siegfried Tatschl ist in seiner sechsten Auflage zu einer internationalen Veranstaltung geworden.

Besonderes Thema – beim Vortrag in der Wagramhalle und in der Praxis – der diesjährigen Veranstaltung waren Pocket Parks und Tiny Forests (winzige Wälder) als Lebensraumangebote. Der Forstfachmann Ulrich Grauvogel aus Wiesbaden stellte dieses in Deutschland neue System vor, das es ermöglichen sollte, die in Deutschland notwendigen eine Milliarde neue Bäume zu pflanzen.

Grauvogel und sein Assistent Gerd Meyer legten am Keltenweg einen solchen Pocket Park an. Um einen Baumstumpf herum existiert ein Ökosystem, vom dem neue Setzlinge profitieren können. „Jeder Teil des Pocket Parks und jede Pflanze hat eine Aufgabe“, so Grauvogel.

Die Weiden sichern den Oberboden mit schneller Wurzelbildung. Roteiche und Walnuss werden als sogenannte Zukunftsbäume gepflanzt. Als Schutz gegen Wind und Wildverbiss wird ein sogenannter „Bonanza-Zaun“ errichtet. Nach einigen Jahren werden die schwächeren Pflanzen herausgepflegt, ein kerngesunder Zukunftsbaum mit einigen Kleinststräuchern bleibt dann übrig.

Für Siegfried Tatschl gab es beim samstägigen Fest auch eine Einladung zum deutschen Baumschultag in Augsburg.

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