Stammgäste als wichtiger Faktor in Tulln. Tullner Betriebe setzen auf einheimische Gäste. „Sind die wichtigsten Multiplikatoren“, so Franz Gruber.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 03. Juni 2020 (03:37)

In kleinen Schritten leben Wirtschaft und Tourismus in Tulln wieder auf. Noch hat das Diamond City Hotel geschlossen, jedoch werden für das zweite Halbjahr bereits Pläne geschmiedet und der Betrieb wird im Juli wieder hochfahren.

„Uns waren von Beginn der Bestimmungen an zwei Dinge bewusst: Erstens, das Jahr wird wirtschaftlich gesehen schwierig. Zweitens ist es aber oberste Prämisse, stark aus der Krise zu kommen. Das schaffen wir nur, indem wir weiterhin auf unser Stammpersonal setzen und sie durch das Kurzarbeitsmodell finanziell unterstützen“, weiß Christian Guzy, Eigentümer des Diamond City Hotels, der auch auf die baldige Grenzöffnung zu den Nachbarländern hofft. Weiter erklärt er: „Auch die Gartenbaumesse und die Wiederaufnahme der Garten Tulln geben uns den nötigen Optimismus für den Sommer.“

Auch in der Garten Tulln zeigt man sich mit der Besucherzahl am ersten Wochenende sehr zufrieden. Die Lust, wieder unbeschwert in den 70 Schaugärten zu flanieren, war groß.

„Die lokale Bevölkerung ist stolz auf unser ökologisches Vorzeigeprojekt. Der Christi Himmelfahrtstag war besser besucht als im Vorjahr“, freute sich Geschäftsführer Franz Gruber, auch über die „gute fröhliche Stimmung und große Eigenverantwortung der Besucher. Außerdem sind die einheimischen Besucher die wichtigsten Multiplikatoren und Werbeträger.“

Viel Neues auf der Garten Tulln

In der sieben Hektar großen Gartenlandschaft (insgesamt 12 Hektar mit der Auinsel) gibt es auch viele Neuigkeiten zu entdecken. Darunter findet sich die größte Seerosen- und Sumpfirissammlung Österreichs, ebenso ein „Baumzelt“, dem klassischen Pantheon nachempfunden. Zur Klimaanpassung wurden dabei Hainbuchen gesetzt, schief angepflanzt in Form einer Ellipse. „So entsteht ein Baumzelt. Außerdem verursachen die Hainbuchen wenig Allergien, darunter befinden sich Hängematten, die zur Entspannung der Besucher dienen.“

Geschäftsführer Franz Gruber erlebte die Garten Tulln in den letzten Wochen ohne Besucher und stellte dabei fest, dass „der Garten anders lebt, wenn Menschen hier sind. Das wirkliche Feeling der Garten Tulln braucht Leute.“

Nach wie vor gelten im Eingangsbereich die Sicherheitsvorschriften, ebenso in den Gastronomiebetrieben. „Die Besucher sind sehr verantwortungsbewusst und zeigen großes Verständnis, dabei bekamen wir viele positive Rückmeldungen“, zeigt sich der Geschäftsführer zufrieden. Am Sonntag, 7. Juni wird es ein Sonderprogramm mit Paul Sieberer auf der Bühne geben.