Trotz Corona-Maßnahmen: Biker sorgen für Stress. Einige Fanatiker nutzen trotz Coronakrise das schöne Wetter, gefährden sich selbst und ärgern Einsatzkräfte.

Von Monika Gutscher. Erstellt am 25. März 2020 (04:00)
Die L2012 ist eine beliebte Bikerstrecke.
Archiv/Gutscher

Manche Motorradfahrer möchten sich nicht an die Maßnahmen von der Bundesregierung bezüglich Ausgang halten: „Alles, was nicht unbedingt notwendig ist, sollte nicht stattfinden. Die Bevölkerung solle alle Wege vermeiden, sofern sie nicht der Berufsarbeit dienen, dazu, dringende Besorgungen zu erledigen oder um anderen Menschen zu helfen.“

Kommandant-Stellvertreter Daniel Neumeister setzte auf Facebook einen Appell an die Biker ab.
privat

Aus diesem Grund schrieb von der FF Wilfersdorf Kommandant-Stellvertreter Daniel Neumeister auf Facebook einen Appell an alle Motorradfahrer, die trotzdem im Wienerwald unterwegs sind: „Geschätzte Motorrad(-rennfahrer) auf der L2012, für die weithergereisten bekannt als die Rennstrecke Passauerhof: Nicht nur in Krisenzeiten wie dieser beschert ihr uns Einsatzkräften Bilder, die einige nie mehr in ihrem Leben vergessen werden, von den unschuldig dazugekommenen Verkehrsteilnehmern möchte ich gar nicht reden. Sondern auch jetzt in dieser schwierigen Zeit gefährdet ihr ein Minimum an 20 Einsatzkräften, solltet ihr verseucht sein. Noch dazu werdet ihr den Platz in einem der wenigen Intensivbetten unnötig verbrauchen. Vielleicht wird das mal aufhören und ich hoffe, dass wir uns nie im Graben am Boden liegend kennenlernen.“

„Mich regt dieses Rasen sehr auf, nicht nur jetzt wegen der Corona-Krise“

Mit diesem Aufruf sprach er vielen aus der Seele. Sein Facebook-Beitrag wurde von vielen gelikt, oft kommentiert und über 100 Mal geteilt. „Mich regt dieses Rasen sehr auf, nicht nur jetzt wegen der Corona-Krise“, erzählt Neumeister.

Auch Königstettens Polizeiinspektionskommandant Elmar Steinböck schlägt in dieselbe Kerbe: „Natürlich dürften sie nicht fahren.“ Manche Fahrer ignorieren trotzdem die Ausgangsbeschränkungen.

„Werden diese missachtet, erhalten sie eine Bußzahlung mit einer Höchststrafe von 3.600 Euro. Weiters kontrollieren wir auch die Geschwindigkeit und machen auch eine technische Überprüfung“, informiert Steinböck.