Drogenschmuggler muss hinter Gitter. Cannabis schmuggelte ein 22-Jähriger aus Tschechien. Wegen Raubes fasste er bereits Haft aus, nun setzte es Zusatzstrafe.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 31. August 2017 (05:00)
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Symbolbild

Drei Kilo Cannabis brachte ein 22-jähriger Mazedonier aus Tschechien über die Grenze, chauffiert bei den Schmuggelfahrten hat ihn ein 20-jähriger Tullner. Im Prozess am Landesgericht St. Pölten sind die beiden zu den Vergehen des Suchtgifthandels geständig und geben auch zu, Drogen selbst konsumiert zu haben. „Es war das schlechteste Gras, dass es gibt“, will der 22-Jährige dem Richter weismachen. Und er sagt: „Ich konsumiere Drogen seit vielen Jahren und hoffe auf eine Therapie.“

Eine Lebensbeichte hingegen legte der Mitangeklagte bereits bei einer polizeilichen Einvernahme ab. „Er hat mir erzählt, das er im großen Stil handelt und er hat mich gebeten mitzumachen. Er hat mich als Fahrer gebraucht, weil er selbst keinen Führerschein hatte. Als Entgelt habe ich fünf Gramm Cannabis pro Fahrt bekommen“, berichtet der 20-Jährige im Prozess.

Fünf Gramm Cannabis pro Fahrt

Und er setzt fort: „Später hat er mich dann gezwungen mitzumachen. Er hat gedroht, meiner Familie etwas anzutun. Ich hatte Angst, weil ich damals psychisch sehr instabil war.“ Für den Richter steht fest: „Der Erstangeklagte hat viel Geld mit Drogenhandel gemacht, der Zweitangeklagte hat nur eigene Sucht finanziert.“

Für den Mazedonier - er fasste vor kurzem eine mehrjährige Gefängnisstrafe wegen Raubes aus - setzt es zehn Monate unbedingte Zusatzstrafe. Der bislang unbescholtene 20-Jährige kommt mit zehn Monaten auf Bewährung davon. Die Urteile sind rechtskräftig.