Eva Marold und Gunkl überzeugten im Danubium. Eva Marold und Denker Gunkl überzeugten mit Bühnenpräsenz und geschliffenem Wortwitz im Danubium Tulln.

Von Helga Urbanitsch. Erstellt am 24. Oktober 2020 (03:20)
Erich Schindlecker mit Eva Marold trafen sich zum Foto.
Hans Eder

Schauspielerin, Hausfrau, Kabarettistin, Sängerin, Mutter, Autorin und Moderatorin so stellte sich Eva Maria Marold in der dritten Person den Besuchern im Danubium vor. „Diese Person weiß offenbar nicht, was sie will, muss ein schwieriger Mensch sein“, warnt sie ihr Publikum vor.

Danubium-Manager Erich Schindlecker mit Günther Paal alias Gunkl.
Hans Eder

„Sie dürfen sich einen ehrlichen und offenen Abend erwarten“, verspricht die eloquente Künstlerin. „Vielseitig desinteressiert“, so das Motto des Abends. „Aber was ist, wenn Toleranz nichts anderes ist als vielseitig desinteressiert?“

Näher kennen lernen durfte man auch ihre Söhne James, Dean und Freund Martin. Ja und die kroatische Tradition wurde liebenwürdigst gepflegt. Marold verriet auch ihre Vorliebe, als kleines Kind zwischen den Särgen gespielt zu haben. „Mein Opa war Bestatter.“ Außerdem nahm sie sich damals schon vor, dass „Sterben das Letzte sein wird, was sie sich vorgenommen hat.“ Jubelrufe und Applaus ohne Ende bekam Marold für ihre musikalischen Einlagen, die sie mit kraftvoller Stimme tänzerisch darbot.

Bei „So und anders - eine abendfüllende Abschweifung“ erklärte Gunkl qualitative und quantitative Unterschiede zwischen mehr und weniger. Kabarettist Günther Paal forderte sein Publikum, das sich geistig gestärkt mit tosendem Applaus bedankte.